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BEZIRK ROHRBACH. Bei 210.000 Megawattstunden pro Jahr liegt aktuell der Stromverbrauch im Bezirk Rohrbach. Bis 2040 soll dieser Verbrauch auf jährlich 537.000 Megawattstunden ansteigen. Der Großteil davon soll aus erneuerbaren Quellen stammen.

In einigen Gemeinden sind Agri-PV-Anlagen geplant. (Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com)
In einigen Gemeinden sind Agri-PV-Anlagen geplant. (Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com)

Seit im Herbst des Vorjahres das Leaderprojekt Energiekonzept 2040 präsentiert wurde, haben alle 37 Gemeinden des Bezirks fundierte Daten in der Hand. Individuelle Gemeindesteckbriefe zeigen den aktuellen Verbrauch sowie den prognostizierten Energiebedarf und bilden damit eine Planungsgrundlage, um nachhaltige Energiequellen auszubauen. „Jede Gemeinde soll sich selbst mit erneuerbarer Energie versorgen können – das ist das Ziel bis 2040“, sagt Christoph Bauer von der Klima- und Energiemodellregion Donau-Böhmerwald. 28 Hektar an Agri-Photovoltaikflächen wären erforderlich, um den Energiebedarf bis 2040 im Bezirk Rohrbach zu decken. „Im Energiekonzept sind außerdem vier Windräder, Parkplatz-PV und Dachflächen berücksichtigt. Vorrangig sollen bereits versiegelte oder vorbelastete Flächen für solche Zwecke verwendet werden“, erläutert der KEM-Manager. 

Er weiß, dass wie schon in den vergangenen Jahren vor allem Photovoltaik-Flächen ausgebaut werden. Rohrbach-Berg, Julbach, Auberg, Kleinzell, Neustift und St. Martin etwa setzen auf Agri-Photovoltaik-Flächen, deren jeweilige Planungen in verschiedenen Stadien stecken. St. Martin denkt zudem an PV-Überdachungen bei Pendlerparkplätzen. „Wir wollen die Gemeinden so gut wie möglich unterstützen und einen Wissensaustausch starten“, sagt Bauer.

Alle sind gefordert

Der Sozialhilfeverband beteiligt sich ebenfalls an der Energiewende und wird auf allen Bezirksaltenheimen Photovoltaik-Anlagen zur Eigenbedarfsdeckung errichten. „Öffentlich alleine wird es aber nicht zu schaffen sein, es sind alle gefordert“, betont Bauer.

Neben der Energieerzeugung geht es auch um Einsparung. Und auch hier haben die Gemeinden schon viel Vorarbeit geleistet, spricht Christoph Bauer etwa die Umstellung der Straßenbeleuchtungen auf LED an. Zehn Testgemeinden starten mit dem Energiemonitoring und können über 200 Zählpunkte live die Verbräuche mitverfolgen und optimieren.


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