Zaun als Symbol der Gemeinschaft
SANDL. Auf viel Akzeptanz stoßen die derzeit elf Asylwerber in Sandl bei den Gemeindebewohnern. Viele Freizeitaktivitäten binden die Syrer und den Iraker in das Vereinsleben ein. Derzeit wird ein Zaun rund um den Spielplatz von den Asylwerbern repariert.

„Wenn ich aus dem Fenster schau, seh ich direkt auf den Spielplatz mit seinem alten, grauen Zaun. Da wurde eines Morgens die Idee geboren, das Areal gemeinsam mit den Bewohnern der Asylunterkunft im Ort zu sanieren und den Zaunlatten ein freundliches Gesicht zu geben“, erinnert sich Gerald Franz, Mitinitiator des Spielplatzprojekts und ehrenamtlich Engagierter in der Gemeinde. Drei bis fünf Wochen wird die Sanierung des Spielplatzes noch dauern. Dann hat jede Zaunlatte eine andere fröhliche Farbe und nebenbei werden die fleißigen Arbeiter gemeinsam mit Gerhard Seyerl von der Flüchtlingshilfe Sandl, der als Spielplatzbaustellenpolier agiert, noch Bäume und Sträucher stutzen und den Fallschutzbelag rund um die Spielgeräte erneuern.
„Es braucht viele Kontakte und einen guten Austausch, damit solche Projekte gelingen“, sagt Cigdem Carikci, Leiterin des Regionalen Kompetenzzentrums für Integration und Diversität (ReKI) im Bezirk Freistadt. „Wir unterstützen Gemeinden bei solchen Projekten, aber auch bei der Suche nach passenden Unterkünften“, sagt Carikci.
Friedliches Miteinander
Obwohl es auch in Sandl zu Beginn Misstrauen und Ängste gab, ist das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Asylwerbern harmonisch. „Durch die engagierte Mithilfe der Gruppe Flüchtlingshilfe Sandl und ReKI haben die Sandler die neuen Nachbarn sehr schnell akzeptiert. Dass zwei Bewohner des Flüchtlingsprojekts mit gültigem Spielerpass bei der Reserve des SV Sandl kicken, ist ein schönes Beispiel für unseren Gemeindezusammenhalt“, sagt Bürgermeister Alois Pils.


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