Gerhard Neunteufel: „Will die Möglichkeit nutzen, Gutes zu tun“
SANDL. Nachdem Alois Pils sein Amt als Bürgermeister zurückgelegt hat, wurde Gerhard Neunteufel (SPÖ) am 20. Mai mit 14 Ja-Stimmen im Gemeinderat zu seinem Nachfolger gewählt.

Neunteufels Interesse für die Politik entstand schon in seiner Kindheit. „Mein Vater Erwin war bis 1991 Gemeinderat und wir haben viel über Politik diskutiert. Später wäre die Finanzierung meiner Ausbildung an der HTL für Tiefbau in Linz für meine Eltern ohne der Beihilfen der damaligen SPÖ-Regierung nicht möglich gewesen. So hat mich die Möglichkeit, selbst aktiv Gutes und Gerechtes für die Gesellschaft zu tun, dazu bewogen, politisch aktiv zu werden“, erzählt Neunteufel.
Als Schriftführer für die SPÖ-Ortsorganisation begann seine politische Laufbahn, ab 1991 war er im Gemeinderat. Sechs Jahre später wurde er Fraktionssprecher und Gemeindevorstand, 2003 Vizebürgermeister und Obmann des Infrastrukturausschusses.
Vereinshausbau und Wohnraum schaffen
„In der mir jetzt übertragenen Aufgabe und Verantwortung als Bürgermeister liegt mir das in Sandl gepflegte und wertvolle Gut des Miteinanders ganz besonders am Herzen“, sagt der 57-Jährige. „Die Fortsetzung des Bürgerbeteiligungsprozesses ist eine von vielen Möglichkeiten, unser Sandl zukunftsfit zu erhalten und weiterzuentwickeln.“ Ein gutes Miteinander der Mandatare und der Gemeindebediensteten liegt ihm genauso am Herzen wie ein gutes Umfeld für Familien zu ermöglichen. „Es freut mich, dass viele Jungfamilien ihre Existenz in Sandl begründen oder hierher zurückkehren.“
In der Gemeinde stehen bereits konkrete Projekte wie der Vereinshausneubau am Plan. „Lösch- und Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung und die Straßenerhaltung bleiben ohnehin unsere ständigen Wegbegleiter. Besonders die Mietwohnungsobjekte, die Wohnraumschaffung und die Nachnutzung der leerstehenden Häuser sind wesentliche Herausforderungen der Zukunft.“ Weitere wichtige Themen sind Neunteufel der Breitbandausbau, der sorgsame Umgang mit der Land- und Forstwirschaft und der Natur und Umwelt.
Schauspieler und Sportler
„Als Bürgermeister werde ich die mir verantworteten Aufgaben persönlich bestmöglich wahrnehmen. Als Baumeister im Zivilberuf, glaube ich, diesen Aufgaben ganz gut gewachsen zu sein“, sagt Neunteufel. „Ich werde die Probleme der Menschen ernst nehmen und möglichst gerechte Lösungen anstreben. In Sandl haben die Leute zum Glück ein hohes Maß an Eigenverantwortung und wir haben ein gutes Dorfleben, wo Nachbarn aufeinander achten und ein gutes Vereinswesen.“
Gerhard Neunteufel selbst hat als Kind im Musikverein Zugposaune gelernt. „Als Heimkind während der HTL-Zeit habe ich das aber wieder aufgegeben.“ Bereits in jungen Jahren war er als Fußballer im Sportverein aktiv, später Nachwuchstrainer und dann in der Seniorenmannschaft. „In beiden Vereinen bin ich gerne noch Mitglied.“
Für seine Verdienste im Sportwesen wurde er im Vorjahr mit dem Landessportehrenzeichen in Silber geehrt. 1997 gründete Neunteufel gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister den Askö Kegelclub. „Von der Aufgabe als Vereinsobmann werde ich mich aber wohl bald aus Zeitmangel trennen müssen. Auch meine ehrenamtliche Geschäftsführertätigkeit beim Viehberglift werde ich als Bürgermeister, und damit als Eigentümervertreter des Skilifts, wegen einer Art Interessenskonflikt zurücklegen.“
Vielen ist Gerhard Neunteufel auch als Schauspieler der Grenzlandbühne Leopoldschlag und der Theatergruppe des Kameradschaftsbundes Sandl bekannt. Seit 1999 ist der Vater von drei Kindern als Baumeister in Sandl selbstständig. 2003 wurde er für die Renovierung des Salzhofes Freistadt mit dem Freistädter Stadtsiegel geehrt.


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