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ZELL AN DER PRAM. Eine „Ohrwurm-Garantie“ gibt Intendant Harald Wurmsdobler für die elfte Pramtaler Sommeroperette, die im Juni im Schloss Zell an der Pram auf dem Programm steht.

  1 / 3   Der Innenhof des Barockschlosses Zell an der Pram wird im Juni wieder zur Operettenbühne: Heuer steht "Die Csárdásfürstin" von Emmerich Kálmán auf dem Programm. (Foto: Pramtaler Sommeroperette)

Seit 2013 bietet das Team rund um Intendant Harald Wurmsdobler mit der Pramtaler Sommeroperette Innviertlern wie Gästen Jahr für Jahr einen klassisch-musikalischen Höhepunkt. Heuer stehe mit „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán ein „musikalisches Juwel“ auf dem Spielplan, bei dem Humor und Esprit keinesfalls zu kurz kommen werden. Mit von ungarischem Kolorit geprägten Melodien wie „Aus ist's mit der Liebe“ oder „Nimm, Zigeuner, deine Geige“ sei ein unterhaltsamer Abend vorprogrammiert.

Preisgekröntes kulturelles Glanzstück

Im Herbst letzten Jahres wurde die Pramtaler Sommeroperette in der Kategorie „Lebensqualität“ mit dem „Hotspot Innviertel Award 2023“ ausgezeichnet. Das erfülle ihn mit Stolz, berichtet Intendant Wurmsdobler und betont: „Nur weil viele Menschen vor, hinter und auf der Bühne mit großem uneigennützigen Einsatz dieses Kulturjuwel seit mehr als zehn Jahren pflegen, war diese Auszeichnung möglich.“ Mit einem knappen Budget von 110.000 Euro gelang es dem laut Selbstverständnis „interessantesten kammermusikalischen Operettenfestival im süddeutschen Raum“ bislang, eine schwarze Null zu schreiben. Auch 2024 ist die Sommeroperette wieder eine Koproduktion mit dem Theater an der Rott im bayerischen Eggenfelden. Viele Synergien sowie eine EU-Kofinanzierung als Interreg-Projekt seien so möglich, erläutert der Präsident des Fördervereins, Landtagsabgeordneter a.D. Hans Hingsamer.

Selbstreflexives Stück mit viel künstlerischem Freiraum

Laut Wurmsdobler sei Kunstschaffen ja oft „intrinsisch motiviert“, Leute, die mit so viel Freude und Leidenschaft ans Werk gehen, seien oft leicht auszunutzen. Man hoffe auf zusätzliche Mittel aus dem Fördertopf Fair Pay des Landes Oberösterreich. Zudem soll rückwirkend ab 1. 1. 2024 eine Spendenabseztbarkeit erreicht werden.

Für Regisseur Manuel Dengler bietet „Die Csárdásfürstin“ guten Stoff, um zu hinterfragen, wie wichtig Kunst sei. Er arbeite mit allen Beteiligten daran, im Kollektiv ein gemeinsames Kunstwerk zu schaffen. Auf dem Weg dahin werde allen - vom Ausstatter bis zum Tänzer - möglichst viel Freiraum geboten. Etwa zweieinhalbtausend Besucher werden das Ergebnis im Schlosshof Zell ab Mitte Juni genießen können.

Heimvorteil für die Zeller Bevölkerung

Der Zeller Bürgermeister Martin Tiefenthaler bezeichnet die Pramtaler Sommeroperette als großes Privileg für die Gemeinde. Schon 2023 konnte sich die Zeller Bevölkerung über eine Vergünstigung von vier Euro freuen. Diese gelte auch heuer wieder. „Wir wollen das forcieren“, erklärt Tiefenthaler.

Auf der Bühne stehen neben internationalen Künstlern auch regionale Größen wie Eva Maria Kumpfmüller aus Schärding, Harald Wurmsdobler aus Münzkirchen und Michael Zallinger aus Riedau. Das 19-köpfige Orchester SINNfonietta unter der Leitung von Gerald Karl stellt sich der Herausforderung, das Stück, das für ein großes Orchester geschrieben wurde, bestenfalls im Freien perfekt zu präsentieren.

Ungarisches Operettendinner mit Palatschinken

Bei Schlechtwetter wird „Die Csárdásfürstin“ in der Mehrzweckhalle aufgeführt. Wetterunabhängig bietet die Schlossküche an einigen Vorstellungsterminen als kulinarische Begleitung ein dreigängiges Operettendinner mit ungarischen Spezialitäten an. An allen Operettenabenden wird das Schlosscafé im Foyer 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet sein, weiß Markus P. Ladendorfer, Leiter der oberösterreichischen Bildungsschlösser.

„Die Csárdásfürstin“ – Operette von Emmerich Kálmán

Aufführungstermine: 14. (Premiere), 15., 22., 28. und 29. Juni um 19.30 Uhr; 16., 23., 30. Juni um 18.30 Uhr

Tickets: unter www.sommeroperette.at; persönlich an den Kassen das Landestheaters Linz beziehungsweise unter +43 (0)732 7611-400; für Gruppenbuchungen unter der Nummer +43 (0)664 5931 807 bei Frau Maria Karl.

Preise (Kategorien 1, 2, 3): 42 |31 |18 Euro

Abendkassenaufschlag: 5 Euro pro Ticket

Ermäßigungen: 10 Prozent für Gruppen (ab mindestens zehn Personen); 15 Prozent für Freunde des Linzer Musiktheaters sowie Landesbedienstete; 2 Euro Rabatt für Inhaber der OÖN-Card.

 

Weitere Informationen: www.sommeroperette.at

 

Reservierungen des Operettendinners (möglich am 14., 15., 22. und 28. Juni um 42 Euro inklusive Aperitif) in Kombination mit dem Operettenticket (optional auch mit Übernachtung und Langschläfer-Frühstück) direkt im Schloss Zell an der Pram unter +43 (0) 732 7720 51200 oder schloss-zell.post@ooe.gv.at.


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