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ENGELHARTSZELL. Helmut W. Hundstorfer wurde mit seinen Glaskunstwerken weltbekannt. Jetzt würdigen ein neuer Bildband und eine Ausstellung im Schütz-Art-Museum in Engelhartszell das Lebenswerk des im Bezirk wirkenden Ausnahmekünstlers. 

Helmut Hundstorfer blickt auf ein umfangreiches Schaffen zurück. (Foto: Elisabeth Hofinger)
  1 / 3   Helmut Hundstorfer blickt auf ein umfangreiches Schaffen zurück. (Foto: Elisabeth Hofinger)

Der Bildband „Aus dem Feuer geboren“ widmet sich auf 264 Seiten dem künstlerischen Schaffen von Hundstorfer. Gezeigt werden dabei rund 300 Glasobjekte aus den Jahren 1979 bis 2008. Viele Exponate daraus sind im Rahmen der Ausstellung zu sehen. 

Der Bildband dokumentiert zudem rund 250 Ausstellungen, Symposien und Arbeiten in öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland – darunter in New York, Tokio, Washington, Florenz, Amsterdam, Luxemburg und Edinburgh.

Ausbildung in der Linzer Glashütte

Der 1947 in Linz geborene Künstler entdeckte seine Begeisterung für die Glasherstellung in der Glashütte Linz und absolvierte dort seine Ausbildung. Anschließend arbeitete er unter anderem in Kufstein, Darmstadt, Nürnberg und Erlangen. Von 1970 bis 1979 war er in der Zimmermann Glashütte Rohr bei Kremsmünster tätig.

In den 1980er-Jahren machte sich Hundstorfer in einer Lastwagengarage in Wilhering selbstständig. Erste Ausstellungen und Verkäufe führten ihn rasch in renommierte Galerien in Salzburg, Linz, Wien und den Bayerischen Wald. Von 1980 bis 1992 betrieb er eine Werkstätte in Riedau, später eine Werkstatt samt Galerie in Kopfing. 

Internationaler Erfolg

Internationale Aufmerksamkeit erlangte der Glaskünstler unter anderem durch Ausstellungen in Japan und den USA. Bei einer Ausstellung in Tokyo waren alle Glasobjekte so schnell verkauft, dass die geplanten Ausstellungen in zwei weiteren japanischen Städten abgesagt werden mussten. 

Studium in Seattle

Nach einer weiteren erfolgreichen Ausstellung finanzierte die Glasmanufaktur Lobmeyr einen Studienaufenthalt an der renommierten Glasschule in Seattle. „US-Glaspapst“ Harley Littleton zeigte sich von den Arbeiten begeistert und lud Hundstorfer als einzigen Europäer zur Mitarbeit in die USA ein.

Werkstatt in Kopfing und Schärding

Bis 2008 führte Hundstorfer seine Werkstatt in Kopfing gemeinsam mit seiner Frau Hermi, die ihn als Mitarbeiterin, Galeristin und Verkäuferin unterstützte. Nach dem Umzug nach Schärding entstanden gemeinsam mit Rudolf Schneeberger rund 90 Werke in der Technik des Heißglasmalens auf Holz.

Herausgeber des Bildbandes ist Erwin Schütz, Bruder des Schütz-Art-Museum-Gründers Josef Schütz und langjähriger Sammler der Werke Hundstorfers. Für Layout, Grafik und Fotografie ist die „baumgartnerin“ verantwortlich. Texte stammen unter anderem von Museumsdirektor Gregor Auenhammer, Erwin Schütz, Friedrich Bernhofer, Susanne Stadler, Hans Herrmann, Rudolf Schneeberger sowie vom Künstler selbst.


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