Brandanschlag auf Imbissstand – Täter vor Gericht
RIED/Schärding. Einige Gläser Alkohol dürften am 20. November vergangenen Jahres dazu geführt haben, dass zwei 27-jährige Männer einen Brandanschlag auf einen Imbissstand in Ried verübten. Nun mussten sich die Männer aus den Bezirken Schärding und Ried vor dem Landesgericht Ried verantworten und sprechen von einer „großen Dummheit“.

Die Männer dürften sich in dem Rieder Imbisslokal derart aufgeführt haben, dass sie vom Servicepersonal der Gaststätte verwiesen wurden. Verärgert darüber, erklärten sie, Mitglied einer Motorrad-Gang zu sein und würden, so die Aussage einer Zeugin, das Lokal „umdekorieren“: „Wir werden aus der Imbissstube eine Baustelle machen. Wir werden mit unserer ganzen Gang kommen und die Bude abfackeln“, sollen die Männer gedroht haben. Dass es dabei bei keiner leeren Drohung bleiben sollte, zeigte sich etwa zweieinhalb Stunden später, als die Männer zum Lokal zurückkehrten. Zwar ohne Motorrad-Gang im Anhang, dafür aber bewaffnet mit einem Molotowcocktail, in Form einer mit Benzin gefüllten Bierflasche, verstopft mit einem Stück Papier. Trotz angeblich erheblichen Alkoholeinflusses war es einem der Männer noch möglich die mittlerweile angezündete Flasche zielgerichtet auf den Imbissstand zu werfen und anschließend die Flucht zu ergreifen. Durch das beherzte Eingreifen eines Gastes konnte größerer Schaden sowie ein Brand verhindert werden. Beide Angeklagten zeigten sich geständig, es tue ihnen sehr leid. Den entstandenen Schaden hatten sie bereits im Vorfeld gut gemacht. Zudem hätten sie sich seit dem Vorfall vom Alkohol abgewandt. Die Richterin verurteilt den Schärdinger zu 14 Monaten, den Rieder zu 16 Monaten bedingter Freiheitsstrafe. Die Urteile sind rechtskräftig. „Es tut uns einfach leid, wir möchten uns entschuldigen für diese Dummheit“, geben sie in ihrem Schlusssatz an.


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