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Als erster Schärdinger steht Gerhard Lessky im Wiener Musikverein am Dirigenten-Pult

Alexandra Dick, 05.04.2017 12:00

SCHÄRDING/WIEN. Am Samstag, 8. April, dirigiert erstmals ein Schärdinger im berühmten Goldenen Musikvereinssaal in Wien. Gemeinsam mit der Slowakischen Philharmonie wird Gerhard Lessky in einem der schönsten Konzertsäle der Welt bedeutende Werke der Romantik interpretieren.

Gerhard Lessky feiert im traditionsreichen Konzerthaus in Wien den Höhepunkt seiner bisherigen Dirigenten-Laufbahn. Foto: Toni Scholz

Bereits mit 17 Jahren stand der Schärdinger Gerhard Lessky das erste Mal als Dirigent auf der Bühne. Den Höhepunkt seiner bisherigen Karriere feiert der 47-Jährige nun mit seinem Auftritt am 8. April im Wiener Musikverein. „Es ist für jeden Musiker eine große Ehre und Auszeichnung in diesem vielleicht berühmtesten Konzertsaal der Welt auftreten zu dürfen – gewiss der Höhepunkt meiner bisherigen Tätigkeit“, sagt der Schärdinger, der heute hauptsächlich in der Musikstadt Wien lebt, manchmal aber auch – je nach beruflichen Aufgaben – auch noch etwas weiter weg von Zuhause. Erst im vergangenen Jahr hat es ihn einen Monat lang nach Mexico City verschlagen. In Südkorea schwang er seinen Taktstock sogar drei Jahre lang.

Schärding bedeutet für Lessky „heimkommen“

Die internationale Zusammenarbeit mit verschiedenen Orchestern führte den Dirigenten in renommierte Konzerthäuser in vielen Ländern Europas, Lateinamerikas und Asien. Dennoch ist und bleibt seine Heimatstadt für ihn etwas ganz Besonderes, ein „kleines, aber feines Schmuckkästchen“ – ein Ort, an dem er sich wohl fühlt. Schärding bedeutet für den Vollblutmusiker, dessen musikalische Laufbahn mit sieben Jahren genau hier – an der damals noch städtischen Musikschule – begonnen hat, „heimkommen“ und „Familie“. Geprägt hat den Dirigenten in seiner Kindheit auch seine musikalische Familie, allen voran sein Vater, Musiklehrer, Musiker und Komponist Rudolf Lessky.

Ehrliche Auseinandersetzung

Beim Konzert im traditionsreichen Konzerthaus in Wien lässt Gerhard Lessky Haydn-Variationen und das Violinkonzert von Johannes­ Brahms sowie die Sinfonie Nummer 2 von Robert Schumann erklingen. Die Besucher erwartet „keine vordergründige Show, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Partitur beziehungsweise der Komposition.“


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