Aufregung um Asylunterkunft in Riedau
RIEDAU. In Riedau werden am 17. Jänner 19 Syrer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren ihr neues Quartier beziehen. Die Aufregung in der Gemeinde ist groß.

In Riedau sollen in weniger als zwei Wochen 19 Syrer in einem Privathaus einquartiert werden. Laut Vizebürgermeister Johann Schmidseder (ÖVP) sind alle Fraktionen gegen das Projekt. Eine Unterschriftenaktion wurde auf Initiative der Volkspartei gestartet. Schon nach wenigen Stunden haben bereits rund 300 Riedauer gegen das Projekt unterschrieben. Vor allem die Lage des Quartiers sorgt für Aufsehen, denn das in die Jahre gekommene Haus befindet sich nur wenige Meter vom Ortszentrum entfernt. Auch die Tatsache, dass nur Männer einziehen sollen, sorgt für großen Wiederstand.
Kommunalpolitiker üben Kritik
„Uns als Gemeinde sind die Hände gebunden. Wir können nichts dagegen machen, sondern werden vor vollendete Tatsachen gestellt“, meint Schmidseder. Der gleichen Meinung wie der ÖVP-Politiker sind auch Gemeindevorstand Michael Desch (FPÖ) und SPÖ-Ortsparteiobmann und 2. Vizebürgermeister Franz Arthofer jun. „Ich wurde von Bürgermeister Markus Hansbauer (ÖVP) am 30. Dezember über die Entscheidung informiert. Es kann nicht sein, dass wir als Gemeinde nicht schon vorher darüber in Kenntnis gesetzt wurden“, meint Desch. Arthofer übt Kritik an der Herangehensweise des Landes. „Man hätte mit uns und er Bevölkerung den Dialog suchen müssen. So ist der Aufruhr groß“. „Die Vorgehensweise ist politisch nicht korrekt. Wenn ich als Privatperson ein Carport bauen will, dann brauche ich zahlreiche Genehmigungen und manchmal auch das Einverständnis der Nachbarn. Für eine Asylunterkunft gelten anscheinend andere Regeln“, meint Desch.
Aufregung um Standort
Die Aufregung der Riedauer können die Kommunalpolitiker absolut verstehen. „In der Nähe der Unterkunft befinden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen. In der direkten Nachbarschaft leben Familien mit vielen Kleinkindern. Sie sind verunsichert. Man hört immer wieder von Zwischenfällen in anderen Gemeinden. Solche Szenarien wollen wir hier in Riedau nicht haben“, so Desch.
Keine Probleme in Altschwendt
Zur Verfügung gestellt wird die Unterkunft von einer Privatperson aus Altschwendt, die bereits in ihrer Heimatgemeinde Asylwerber in ihrem Privathaus beherbergt. „Ich habe bereits mit Altschwendts Bürgermeister Roland Mayrhofer telefoniert. Er hat mir berichtet, dass es in seiner Gemeinde bisher keine Probleme mit den Asylwerbern gegeben hat“, sagt Arthofer. Bürgermeister Markus Hansbauer war auf Nachfrage von Tips zu keiner Stellungnahme bereit.


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11.01.2022 11:35
Wenn sie gute Quartiere bekommen würden, wäre der Aufschrei wegen "Luxus". Bei weniger guten Quartieren passt es auch nicht. Ich kann nur sagen, dass ich sehr viel ehrenamtlich mit Asylwerbern gemacht habe. (Umzugsservice, Sport, Lernen,...) Alle waren dankbar, viele sind weggezogen, einige sind da geblieben und integrieren sich, wenn man ihnen eine Chance gibt.
08.01.2022 11:17
Traurig
Es ist verwerflich sich am Leid Anderer zu bereichern. Es werden Gettos geschaffen, welche sicher nicht zur Integration dienen. In Altschwendt hat es keine Zwischenfälle gegeben, aber auch keine Integration. Die Asylwerber sind wieder alle so schnell wie nur möglich wieder weggezogen, da nur Städte attraktiv für Asylwerber sind. Wieso man als Gemeinde kein Mitspracherecht über solche Entscheidungen hat zeigt doch nur, welche Macht die Kirche noch immer in unserem Land hat. Ich hoffe die Riedauer stehen zusammen und wehren sich gegen diese Dame und Ihre Vorhaben.
05.01.2022 22:34
Es wird immer von Integration gesprochen. Diese Männer leben in einem Haus mit 2 Toiletten und 2 Bädern !!!!! Das in der heutigen Zeit - gerade jetzt in der Corona Zeit. Da sind wir ja von der Hygiene sehr weit entfernt. Das nächste ist , das die Sozialpädagogin höchstens 2 bis 3 Vormittag !!!!!und das auch nur für 2 bis 3 Stunden vorbei kommt und für Arztbesuche und zum Einkaufen zuständig ist. Sorry , dass ist für mich KEINE Integration. Was machen diese Menschen an den restlichen Tagen ???? Macht sie darüber mal wer Gedanken ??? In meinen Augen , gehöre diese Menschen BEGLEITET und auch BETREUT - wie gemeinsam Kochen , gemeinsam Spiele machen , …. einfach beschäftigen. Das ist für mich Integration. Diese Menschen sind in einem fremden Land , die nicht mal ihre Sprachen können. Was sollen sie dann den ganzen Tag auch machen - das 24 Stunden lang.