„Die Arbeit einer Regisseurin ist mit der Premiere abgeschlossen“
ZELL. Manuela Kloibmüller leitet von der ersten Sunde an die Regie bei der Pramtaler Sommeroperette und hat wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen. Im Interview mit Tips spricht Kloibmüller unter anderem über die diesjährigen Vorbereitungen sowie über die Arbeit einer Regisseurin während der Auftritte.

Tips: Frau Kloibmüller, wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Vorbereitungen?
Kloibmüller: Die Vorbereitungen laufen sehr gut, zurzeit wird szenisch geprobt, Choreographien ausgearbeitet, gleichzeitig das Bühnenbild gebaut und die Kostüme zusammengestellt. Ein Gewerk greift in das andere, das ist sehr wichtig, damit das Endergebnis gut wird.
Tips: Sind Sie alleine für die Regie zuständig, oder haben Sie auch einen Assistenten?
Kloibmüller: Ich bin allein für die Regie zuständig. Es bedeutet, die künstlerischen Entscheidungen in Zusammenarbeit mit den Sängern und Tänzern des Ensembles zu treffen. Gemeinsam versuchen wir die Interpretation der verschiedenen Themen der Operette auszuarbeiten. Ein Assistent kümmert sich um organisatorische Arbeiten wie Probepläne oder Koordination von verschiedenen Mitarbeitern.
Tips: Haben Sie bei der Auswahl der Mitwirkenden ein Mitspracherecht oder entscheidet das Harald Wurmsdorbler, Intendant der Pramtaler Sommeroperette?
Kloibmüller: Die Pramtaler Sommeroperette pflegt bereits seit einigen Jahren Kontakte zu Künstlern. Die Besetzung erfolgt nach gemeinsamer Absprache, jede Operette braucht bestimmte Charaktere, Stimmfächer und Typen. Es ist eine Mischung aus Publikumslieblingen und Neuentdeckungen.
Tips: Heuer steht das Stück „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ auf dem Spielplan der Sommeroperette. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?
Kloibmüller: Die Operette „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ bietet eine wunderbare Geschichte um die Entstehung eines berühmten Walzers in schwierigen Zeiten. Es geht um die Suche eines Künstlers nach Inspiration, mit Geschichten um eine neue und eine alte Liebe. Die Zeiten sind allerdings wirtschaftlich schwierig und es muss im Stück eine tolle Premiere geben, bei der dieser Walzer der Hit sein soll. Es ist somit ein Theaterstück, das vom Theater handelt. Viel Humor, tolle Tanznummern und die Sehnsucht nach einen unterhaltsamen Abend sind von dieser Operette zu erwarten. Die Besucher dürfen sich auf Leichtigkeit, Humor und tolle Sänger freuen.
Tips: Was macht eine Regisseurin während der Auftritte?
Kloibmüller: Während der Premiere herrscht immer eine gewisse Nervosität, ich bin im Zuschauerraum und drücke fest die Daumen. Während der restlichen Vorstellungen bin ich nicht mehr dabei, der Abend ist in guten Händen. Die Arbeit der Regisseurin ist mit der Premiere abgeschlossen. Natürlich wird die Derniere – die letzte Vorstellung – gemeinsam gefeiert.


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