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ZELL. Seit mittlerweile zehn Jahren ist die Zellerin Lydia Neunhäuserer im Kabarettbereich aktiv. Die selbstständige Physiotherapeutin ist außerdem noch Pilgerbegleiterin und in der Erwachsenenbildung tätig. Darüber hinaus erscheint Ende Februar ein neues Buch, das sie zusammen mit Sabine Kronberger geschrieben hat. Am 9. März tritt die 50-Jährige um den Titel der Ennser Kleinkunstkartoffel an. Ein Porträt über eine vielseitige Frau, die kein Lampenfieber kennt.

Lydia Neunhäuserer liebt es, die Menschen auf der Bühne zu unterhalten. (Foto: Josef Pfeil)
  1 / 3   Lydia Neunhäuserer liebt es, die Menschen auf der Bühne zu unterhalten. (Foto: Josef Pfeil)

Zusammen mit ihrer Familie lebt Neunhäuserer in Zell und liebt es in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv zu sein. „An meinem Berufsleben schätze ich vor allem die Abwechslung“, so die 50-Jährige gegenüber Tips. In Mayrhof arbeitet sie selbstständig in einem Massagefachinstitut. Vor zehn Jahren hat sie dann angefangen sich intensiver mit Kabarett zu beschäftigen. Los ging es zunächst mit Mundartgedichten aus ihrer eigenen Büchern samt kabarettistischen Einlagen. „2017 habe ich mich dann über ein gesamtes Kabarettprogramm getraut und es nicht bereut“, erklärt Neunhäuserer.

Nominierung für Kleinkunstkartoffel

Für Preise hat sie sich bisher eher weniger interessiert, da ihr die Resonanz des Publikums und ihre Freude beim Auftritt wichtiger sind. Über die Chance am 9. März um die Ennser Kleinkunstkartoffel, die auch auf ORF 3 übertragen wird, anzutreten, freut sie sich aber dennoch. „Schön wäre es natürlich zu gewinnen, aber ich fixiere mich nicht darauf.“ Neben ihr stehen dabei fünf weitere Kabarettisten für jeweils zehn Minuten auf der Bühne.

Verzicht auf politische Inhalte

In ihren Kabarettprogrammen beschäftigt sich die Zellerin mit Themen aus ihrem Familienleben, Glaubens- und auch Gesellschaftsthemen, was sie aber nicht einbaut sind politische Inhalte. Ihr Publikum soll sich darin möglichst wiederfinden und sie will auch durchaus zum Nachdenken anregen. Auch die Interaktion mit dem Publikum ist für die 50-Jährige ein wichtiger Bestandteil ihres Bühnenlebens. Neunhäuserers beiden aktuellen Programme tragen den Namen „Lachen ist ansteckend - impfen schützt“ und „Glauben hoasst nix wissen“. Ein starkes Lampenfieber vor ihren Auftritten kennt sie zwar nicht, „hilfreich ist aber eine Minute zu lachen“, so die 50-Jährige.

Durch die Corona-Pandemie hat sich vor allem im Kulturbereich einiges verändert, nach der Meinung Neunhäuserers hat sich aber das Publikum an sich nicht gewandelt, wohl aber ihre Art des Spielens, die aus ihrer Sicht durch mehr Spontanität an Qualität gewonnen hat.

Neues Pilgerbuch

Ende Februar erscheint auch ein neues Buch von Lydia Neunhäuserer mit dem Titel „Pilgern kann ich überall - Es muss nicht immer Santiago sein“, das sie zusammen mit der Chefredakteurin von Welt der Frau, Sabine Kronberger, geschrieben hat. Das Ganze ist ein Alltagspilgerbuch in dem 18 Tagestouren auf Pilgerwegen in Österreich beschrieben werden. Mit dabei ist auch eine Tagesstrecke im Innviertel. Es wird beim Verlag Welt der Frauen und Lydia Neunhäuserer selbst erhältlich sein. Es sind auch bereits zwei Buchpräsentationen im Bezirk geplant, am 13. März in Mayrhof sowie am 18. April in der Schärdinger Stadtbibliothek.


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