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BEZIRK SCHÄRDING. Im Jahr 2024 und speziell natürlich in den heißen Monaten haben sich die Einsätze von Feuerwehren in Zusammenhang mit Wespen auf ein Allzeithochzeit entwickelt. Allein im Bezirk Schärding mussten die 66 Feuerwehren bis Ende August über 400 Mal in Zusammenhang mit den Insekten ausrücken, in ganz Oberösterreich waren es bis Ende August bereits knapp 11.000 Einsätze. Tips hat mit Schärdings Bezirksfeuerkommandant Johannes Veroner über das Wespen-Rekordjahr gesprochen.

Ein Imkeranzug schützt die Feuerwehrler vor Stichen. (Foto: FF Schärding)
  1 / 2   Ein Imkeranzug schützt die Feuerwehrler vor Stichen. (Foto: FF Schärding)

Lag die Zahl der Einsätze aufgrund von Wespen 2023 bezirksweit noch bei 167, so stieg diese bis Ende August diesen Jahres schon auf 418 an. Die Zahl hat sich im laufenden Jahr also bereits mehr als verdoppelt. Auch auf Landesebene ist diese extreme Steigerung zu erkennen, waren es 2023 in OÖ noch 4.455 Einsätze, so stieg die Zahl im laufenden Jahr bereits auf 10.889 mit Stand Ende August. Bezirksfeuerwehrkommandant Johannes Veroner hat auch eine Erklärung für die vielen Einsätze: „Die Angst vor allergischen Reaktionen auf Wespenstiche führt dazu, dass Menschen bei der Sichtung eines Wespennestes eher vorsorglich die Feuerwehr rufen.“

Häufung im Spätsommer und Herbst

Für die Kameraden der Feuerwehr sind spezielle Ausrüstungen und Schulungen für die Wespen- und Insekteneinsätze notwendig. Wichtig bei den Einsätzen sei aus Sicht von Veroner vor allem auch die Menschen, die die Feuerwehr gerufen haben, vor unnötiger Panik zu schützen. „Die Wespen werden gerne als Plagegeister gesehen, dennoch sind sie ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems“, so der Bezirksfeuerwehrkommandant. Besonders im Spätsommer und Herbst gibt es eine erhöhte Wespenaktivität und damit auch mehr Einsätze.

Hektik vermeiden

Veroner empfiehlt der Bevölkerung auch selbst Maßnehmen zu ergreifen, um Wespenstiche zu vermeiden. „Hektische Bewegungen oder das Wedeln mit den Armen provoziert die Tiere und erhöht das Risiko eines Stichs.“ Daher sollte man ruhig bleiben und sich langsam bewegen. Auch das Abdecken von süßen Speisen und Getränken kann viel bewirken. Dadurch können auch vielleicht nicht unbedingt notwendige Feuerwehreinsätze reduziert werden. „Nur in absoluten Notfällen, etwa bei Allergikern oder wenn Kinder bedroht sind, sollte die Feuerwehr mit der Beseitigung eines Wespennests betraut werden“, ergänzt Veroner.


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