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Berufsfindungspraktikum am Landeskrankenhaus Schärding: „Krankenpflege ist das, was ich machen möchte“

Alexandra Dick, 10.07.2017 14:00

SCHÄRDING. In den letzten acht Jahren haben 114 junge Menschen die Chance wahrgenommen, am Landeskrankenhaus Schärding ein Berufsfindungspraktikum zu absolvieren. Rund die Hälfte davon hat sich danach für einen Beruf in der Gesundheits- und Krankenpflege entschieden. Cornelia Bauer, Nicolas Strasser und Jasmine Augustin teilen ihre Erfahrungen mit den Tips-Lesern.

  1 / 3   Schon während ihres neunmonatigen Praktikums durfte Cornelia Bauer bei der Betreuung der Patienten­ helfen. Foto: gespag

Seit 2009 bietet das neunmonatige Berufsfindungspraktikum an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Landeskrankenhaus Schärding jungen Menschen ab einem Alter von 16 Jahren die Chance, ihren Traumjob im Gesundheits- und sozialen Bereich zu finden.

Mix aus Theorie und Praxis

Das Praktikum bietet einen Mix aus theoretischem Unterricht und praktischem Arbeiten auf den Stationen. Zusätzlich werden interessante Exkursionen und Vorträge organisiert. „Das Berufsfindungspraktikum ermöglicht jungen Menschen, sich gezielt auf die Ausbildung und spätere Arbeitswelt vorzubereiten und Einblicke in die Gesundheitsberufe zu erhalten“, informiert Pflegepädagogin Claudia Schmid. Viele Absolventen erkennen schon während der Praktikumszeit, welchen Weg sie einschlagen möchten und bewerben sich um einen Ausbildungsplatz im Gesundheits- und Sozialbereich.

Einblick in den Pflegealltag

Auch Cornelia Bauer und Nicolas Strasser haben sich aufgrund dieses Praktikums für einen Beruf in der Gesundheits- und Krankenpflege entschieden.Warum sich die beiden für das Krankenhaus Schärding entschieden haben? Die Nähe zum Wohnort und besonders die familiäre Atmosphäre machte es zu ihrer ersten Wahl. Im Krankenhaus Schärding fühlten sie sich sofort gut aufgehoben. Schon während ihres Praktikums wurden sie in den Pflegealltag integriert. Unter Aufsicht und Anleitung erfahrener Lehrer und Praxisanleiter durften sie auch am Patienten arbeiten. Dieser Zugang förderte deren soziale Kompetenzen und ihre Persönlichkeitsentwicklung.

Von Anfang an Teil des Teams

„Ich durfte so manche Dinge unter Aufsicht eines Krankenpflegers ausprobieren und durchführen. Dadurch wurde ich immer wissbegieriger und freute mich umso mehr auf meinen zukünftigen Beruf“, erzählt Bauer, die vor ihrem Praktikum die dreijährige Fachschule in Andorf besucht hat. Heute arbeitet sie als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Akutgeriatrie. „Man stellt sich den Pflegealltag oft ganz anders vor. Das Geschehen dann hautnah mitzuerleben, zeigte mir wie vielfältig die Pflege sein kann. Die Abwechslung und die Erfahrungen, die man in diesem Beruf sammeln kann, sind wertvoll.“ Auch Nicolas Strasser, der derzeit die Diplomausbildung an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule macht, sagt: „Ich fühlte mich die ganze Zeit über wohl. Die anderen Pflegekräfte sahen mich vom ersten Tag an als Teil des Teams. Ich hatte nie das Gefühl, dass jemand mich für überflüssig hielt.“ Vor seiner Pfleger-Ausbildung hatte dieser eine HTL besucht.

Praktikum beseitigte Zweifel

Während Cornelia Bauer immer genau wusste, dass sie im Gesundheits- und Sozialwesen ihren Traumjob finden wird, hatte Nicolas Strasser auch ein paar Zweifel, ob die Krankenpflege der richtige Beruf für ihn sei. „Durchaus gab es Phasen, in denen ich noch unsicher war. Aber sobald ich morgens auf die Station kam, waren meine Zweifel beseitigt“, erzählt er.

Berufsfindungspraktikum als Entscheidungshilfe

Dank des Angebotes am Landeskrankenhaus macht Strasser nun das, was ihm Freude macht: „Ich war mir nie wirklich sicher, ob ich eine soziale Berufslaufbahn einschlagen soll. Allerdings war ich in meiner vorherigen schulischen Ausbildung immer häufiger mit Frust konfrontiert und nur mit Maschinen zu arbeiten, machte mir keinen Spaß. Aber ohne das Berufsfindungspraktikum hätte ich nie mit Sicherheit sagen können, ob ich den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers ausüben will. Doch jetzt mache ich genau das und bereue es nicht.“ Auch Jasmine Augustin ist sich sicher: „Krankenpflege ist genau das, was ich machen möchte.“ Sie besucht derzeit – nach ihrer Matura im BORG Schärding – das Berufsfindungspraktikum.


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