Kenianer lief bei Eröffnung des Leichtathletik-Zentrums Traumzeit
ANDORF. Vergangenes Wochenende fand in Andorf zum 15. Mal das Internationale Josko Laufmeeting statt. Passend zum Jubiläum wurde das neue Leichtathletik-Leistungszentrum eröffnet.

Die Lokalmatadoren Lukas Weißhaidinger aus Taufkirchen, Ina Huemer aus Taiskirchen (die schnellste Frau Oberösterreichs) und Speerwerferin Patricia Madl aus Diersbach waren in Andorf ebenso am Start wie Olympiateilnehmer Ferdinand Omanyala Omurawa aus Kenia sowie Europa- und Weltmeister Ramil Guliyef aus der Türkei. „Das Laufsportfest der Sportunion IGLA long life war damit einmal mehr ein Höhepunkt im heimischen Sportkalender“, sagte Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner. Doch nicht nur deshalb war dieser Sporttag ein Feiertag: Gleichzeitig wurde die neue Leichtathletik-Anlage eröffnet. „Ein ganz wichtiger Baustein für weitere sportliche Erfolge ist damit gelegt. Andorf als neues regionales Leichtathletik-Zentrum ist eine Säule im OÖ. Zukunfts-Leichtathletik-Paket, in das insgesamt zehn Millionen Euro investiert werden“, sagte Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner
Gustostückerl und schnelle Bahn
Früher hatten die IGLA-Athleten nur eine kleine Garage, in der sie ihr Equipment lagern konnten. Mit der neuen Trainingsstätte haben die Sportler nun die Möglichkeit, das ganze Jahr unter optimalen Voraussetzungen zu trainieren. Entstanden ist ein neues Vereinsheim in Holzbauweise, errichtet von der Firma Weißhaidinger aus Taufkirchen an der Pram, in dem es einige „Gustostückerl“ gibt: So ist im 25 Meter langen Gang eine Tartan-Bahn verlegt, kurze Sprints sind damit möglich. Dazu gibt es eine Kraftkammer und die Möglichkeit Speerwurf sowie Diskus „indoor“ zu trainieren. Die Gesamtkosten lagen bei 509.000 Euro brutto.
Im Zuge der Errichtung des Leistungszentrums bekam die Laufbahn im Pramtalstadion einen neuen Belag verpasst. Dieser scheint schnell zu sein, denn die Läufer konnten beim Meeting einige neue Rekorde aufstellen. So sicherte sich Lokalmatadorin Ina Huemer aus Taiskirchen mit einem neuen Landesrekord von 23,31 Sekunden unmittelbar vor der Olympiasemifinalistin Susanne Walli (23,44 Sekunden) den Sieg über die 200 Meter und durfte sich die Siegerkrone aufsetzen.
9,86 Sekunden
Für die wohl größte Überraschung des Tages sorgte der Kenianer und Olympiateilnehmer von Tokio Ferdinand Omanyala Omurawa. Im Vorlauf über die 100 Meter stellte der Afrikaner mit 9,96 Sekunden einen neuen Stadionrekord auf, um diesen im Finale nochmal zu verbessern. „9,86 Sekunden. Diese Zeit ist unglaublich. Das war die zweitschnellste jemals in Österreich gelaufene Zeit beziehungsweise die heuer elftbeste 100m-Zeit der Welt“, informiert Meeting-Organisator Klaus Angerer von der Sportunion IGLA long life.
Standesgemäß seinen Bewerb gewonnen hat Diskus-Held Lukas Weißhaidinger. „Ein weiterer Meeting-Rekord wurde es keiner, dennoch darf Lukas mit seiner besten erzielten Weite von 63,88 Meter sehr zufrieden das Olympiajahr ausklingen lassen“, berichtet Angerer. Mit ihrer Leistung kann auch Patricia Madl zufrieden sein. Die Diersbacherin, die heuer bei der U23-Europameisterschaft Rang sechs ergatterte, warf über 50 Meter und durfte sich am Ende, hinter Nikol Tabackova aus Tschechien, über den zweiten Platz freuen. Alle Ergebnisse des Laufmeetings gibt es unter www.laufmeeting.at.


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