Grüne wollen mehr Frauen in der Politik
BEZIRK SCHÄRDING. Frauen sind in allen Gemeinderäten des Bezirks Schärding klar in der Unterzahl. Die Grünen wünschen sich hierbei eine ehest mögliche Trendwende.

611 Gemeinderäte gibt es im Bezirk Schärding, davon sind lediglich 113 Frauen. In Vichtenstein zum Beispiel gibt es keine einzige Frau im Gemeinderat. Löbliche Beispiele sind St. Florian am Inn und Zell an der Pram, wo rund 30 Prozent der Gemeinderäte weiblich sind. Für Elke Dorfer, Gemeinderätin aus Esternberg und Vorstandsmitglied der Grünen des Bezirks Schärding, eine unzufriedene Situation, die sich schnell ändern muss. „Es ist sehr wichtig, dass Frauen mitgestalten, denn sonst werden auch weiterhin ihre Anliegen mehrheitlich von Männern entschieden. Denn nur wenn Frauen in allen Gremien, als Bürgermeisterinnen und in den Gemeinderäten entsprechend vertreten sind und direkt mitentscheiden, wird sich die Situation für Frauen verbessern“, informiert Dorfer. Und weiter: „Gerade, wenn es um Themen wie Kinderbetreuung, Mobilität haben Frauen einen andere Sichtweise wie Männer. Deswegen wären mehr Frauen in der Politik wichtig.“
Für Maria Buchmayr, Obfrau der Grünen Frauen OÖ, erklärt sich die Abwesenheit von Frauen in politischen Grämien mit der traditionellen Rollenzuweisung für Frauen. „Frauen sind durch Doppel- und Dreifachbelastungen häufig nicht gewillt, politische Ämter zu übernehmen. Männer sind häufiger in beruflichen oder auch ehrenamtlichen Führungspensionen vertreten, was die Aussicht auf ein parlamentarisches Mandat deutlich erhöht“, so Buchmayr.


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