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BEZIRK SCHÄRDING. Die Corona-Krise hat die heimische Wirtschaft mit voller Wucht erwischt. Ein 38 Milliarden großes Hilfspaket soll Abhilfe schaffen.

Im Bezirk Schärding ist die Zahl der Arbeitssuchenden gestiegen. (Foto: Wodicka)
Im Bezirk Schärding ist die Zahl der Arbeitssuchenden gestiegen. (Foto: Wodicka)

 Die Regierung und das Parlament haben ein Hilfspaket in der Höhe von 38 Milliarden Euro auf den Weg gebracht, um die heimische Wirtschaft in der schweren Corona-Krise zu unterstützen. ÖVP-Klubobmann und Bezirksparteiobmann in Schärding, August Wöginger: „Dieses Paket ist ein rot-weiß-roter Schutzschirm, mit dem Arbeit und Liquidität gesichert werden.“ Vier Milliarden Euro gibt es an Soforthilfe, neun Milliarden Euro für Garantien und Haftungen, 15 Milliarden Euro für Notfallhilfe und zehn Milliarden Euro für Steuerstundungen. „Wir helfen damit rasch, so gut wie möglich und unbürokratisch. Das Kurzarbeitsmodell ist das Richtige in dieser Situation und wirkt ab der ersten Stunde“, meint der Sighartinger.

Attraktives Instrument

Durch diese Maßnahme wurde dem Anstieg an Arbeitslosigkeit ein Riegel vorgeschoben, denn das von Wöginger erwähnte Kurzarbeitsmodell wird von zahlreichen Unternehmen aus dem Bezirk Schärding in Anspruch genommen. „Bei uns haben sich in den ersten Tagen rund 260 Unternehmen aus dem Bezirk über das neue Kurzarbeitsmodell informiert. Aus heutiger Sicht konnte mit der neu regulierten Kurzarbeit eine drohende Massenarbeitslosigkeit abgewendet werden. Auch wenn natürlich bei uns im Bezirk die Arbeitslosenrate leicht angestiegen ist“, berichtet Harald Slaby, Leiter der Arbeitsmarktservices in Schärding. Und weiter: „Da die Mitarbeiter im Rahmen von Kurzarbeit auf eine Nettoersatzrate von 80 bis 90 Prozent kommen und ihnen ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt, ist Kurzarbeit aus Mitarbeitersicht natürlich das attraktivste Instrument“.

Josko und Schwarzmüller

Als eines der ersten Unternehmen aus dem Bezirk Schärding hat sich Josko für das Kurzarbeitsmodell entschieden. „Damit wollen wir langfristig Arbeitsplätze sichern und betriebsbedingten Kündigungen schon jetzt vorbeugen“, erklärt CFO Thomas Litzlbauer, der für das Personal zuständig ist. Auch die Firma Schwarzmüller aus Freinberg wird umstellen. „Die Produktion fährt in einer Viertagewoche 60 Prozent der normalen Kapazitäten. Durch die großen Produktionsflächen und die Produktionsbänder können die Bedingungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb in vollem Umfang eingehalten werden. Hier sind rund 250 Mitarbeiter eingesetzt. Die restlichen 200 verbrauchen Alturlaub und bauen Zeitkonten ab. Wir bereiten Kurzarbeit vor“, berichtet CEO Roland Hartwig. 


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