Joboffensive für Langzeitarbeitslose
SCHÄRDING. Über 2.200 Personen waren im Jänner im Bezirk Schärding arbeitslos. Eine Steigerung um 417 Personen zum Vorjahr. Hinzu kommen viele Langzeitarbeitslose.

Die Langzeitarbeitslosigkeit steigt Monat für Monat und hat im Jänner, mit zusätzlich 4.700 Langzeitarbeitslosen eine Steigerung von 56,1 Prozent zum Vorjahr. Das bedeutet einen Negativ-Rekord. „Viel zu lange schon ignorieren Bund und Land die Langzeitarbeitslosigkeit. Wann wird endlich der Kopf aus dem Sand gezogen und aktiv um Arbeitsplätze gekämpft?“, fragt sich SPÖ Bezirksparteivorsitzender Karl Walch. Laut Walch sei seit Monaten klar, dass sich die Corona-Krise auch auf die Langzeitarbeitslosigkeit auswirkt. Doch bisher haben weder Bundes- noch Landesregierung etwas dagegen unternommen.
Öffentliche Hand
„Auf der einen Seite gibt es Menschen, die eine Arbeit suchen und auf der anderen Seite viele notwendige Tätigkeiten direkt bei uns in Schärding. Es wird Zeit, das endlich zu verbinden. Eine Joboffensive für Langzeitarbeitslose ist eine konkrete Maßnahme gegen die Krise“, berichtet Walch und nennt mit den Anti-Corona-Servicezentren einen konkreten Bereich, in dem Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die Anti-Corona-Servicezentren sollen eine Anlaufstelle fürs Testen und Impfen darstellen, das notwendige Personal könnte aus dem Bereich der Langzeitarbeitslosen befüllt und durch die öffentliche Hand finanziert werden. Aber auch im Bereich der Kindergärten, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen könnte zusätzliches Personal aufgenommen werden. „Im ersten Schritt sind somit 1.000 Arbeitsplätze schnell umsetzbar“, informiert Walch.


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