Teuerungen sind zu befürchten
RAAB. Die humanitären Folgen des Krieges sind für die Ukraine und auch Russland erschütternd. Aber auch die monetären Folgen sind eklatant. Tips sprach mit Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger über die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die möglichen finanziellen Auswirkungen.

Tips: Welche Auswirkungen hat der Krieg in der Ukraine auf die Landwirtschaft?
Gumpinger: Dieser Krieg hat Auswirkungen auf die Bevölkerung weltweit und natürlich auch für Österreichs Landwirtschaft. Teuerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden die Folge sein. Düngemittel sind jetzt schon sehr teuer, da sie in der Erzeugung sehr energie-intensiv sind (Gaspreise) und es kann zu einer Verknappung des Angebotes kommen.
Tips: Wird der Krieg Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise haben?
Gumpinger: Wenn sich die Produktion massiv verteuert, ist auch mit steigenden Lebensmittelpreisen zu rechnen.
Tips: Waren in den letzten Jahren im Bezirk Schärding auch ukrainische Erntehelfer im Einsatz?
Gumpinger: Ukrainische Erntehelfer werden hauptsächlich in den Obst- und Gemüseanbaugebieten fehlen, aber auch vereinzelt in unserem Bezirk.
Tips: Die Ukraine wird als Kornkammer Europas bezeichnet. Wird sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine auf die Getreidepreise auswirken beziehungsweise werden Futtermittel teurer?
Gumpinger: Die Ukraine ist eines der Getreidehauptanbau-Gebiete Europas. Der Wegfall dieser „Kornkammer“ (alle Ausfuhr-Häfen wurden zerstört) wird sich natürlich auf die weltweite Versorgung mit Brotgetreide auswirken. Speziell Ägypten und der arabische und afrikanische Raum werden betroffen sein, was wiederum zu Hungersnöten und Migrationsströmen führen kann. Vor allem aus humanitärer und auch wirtschaftlicher Sicht ist nur zu hoffen, dass dieser unsinnige und völlig unnötige Krieg bald ein Ende findet.


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