Steigende Preise: Eigentum wird immer mehr zum Luxus
BEZIRK. Steigende Rohstoffpreise und die Bereitschaft, hohe Preise zu bezahlen, lassen die Immobilienpreise in die Höhe steigen. Alleine die Grundstückspreise im Bezirk Schärding werden im heurigen Jahr laut Immobilienberater Alexander Hörmandinger um knappe zehn Prozent steigen.

Immobilien- und Grundstückspreise sind seit dem Beginn der Coronapandemie in die Höhe geschossen. Aufgrund der hohen Inflation und des immer noch sehr attraktiven Zinsniveaus sind Immobilien eine sehr beliebte Kapitalanlage. „Durch die steigende Nachfrage und die Bereitschaft, hohe Preise zu bezahlen, klettern die Immobilienpreise nach oben. Ein weiterer Grund des Preisanstiegs sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise und die damit verbundenen Errichtungskosten“, sagt Alexander Hörmandinger, Immobilienberater bei Remax in Schärding. Aufgrund der Preissteigerungen wird laut dem Experten Eigentum immer mehr zum Luxus. Dies ist vor allem bei Neubauprojekten zu erkennen. In Schärding wird bereits für eine Neubauwohnung über 4.000 Euro pro Quadratmeter bezahlt – Tendenz steigend, so Hörmandinger, der weiters berichtet, dass heuer die Grundstückspreise um knappe zehn Prozent steigen werden. Zum Vergleich: die Grundstückspreise in den Gemeinden Schärding oder Brunnenthal zwischen 120 und 200 Euro. Am Land zahlt man, je nach Lage, zwischen 40 und 60 Euro, sagt der Experte.. Ein eklatanter Unterschied, der zur Folge hat, dass quasi immer mehr eine Stadtflucht einsetzt.
Lage spielt wichtige Rolle
„Die Preise im Stadtgebiet beziehungsweise Umgebung liegen grundsätzlich deutlich über den Preisen am Land. Bei Baugrundstücken spielt die Lage eine bedeutende Rolle. Aufgrund des geringen Angebots und der hohen Grundstückspreise im Stadtgebiet beziehungsweise in Stadtgebiet-Nähe weichen immer mehr Leute aufs Land aus. Weiters ist das Angebot am Land besser als in städtischen Regionen“, so Hörmandinger.
Studie bestätigt Trend zur Regionalisierung
Ein Trend, den die Studie von Demox Research im Auftrag des Gemeindebundes bestätigt. Den Wunsch nach Leben am Land/ im Grünen hat mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) geäußert (bei 30 Prozent ist dieser Wunsch etwas gestiegen, bei 26 Prozent deutlich). Allgemein hat sich der Trend zur Regionalisierung in der Krise enorm verstärkt. Laut Studie schätzen die Menschen am Land vor allem die Lebensqualität, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde und sehen einen verstärkten Trend zu regionalen Produkten und Produzenten. Der Trend dazu hat sich laut Studie für 28 Prozent der Befragten deutlich verstärkt, immerhin 45 Prozent meinen, er habe sich „etwas verstärkt“. Als Vorteil wird auch die Möglichkeit des verstärkten Arbeitens im Homeoffice sowie der Fortschritt durch die Digitalisierung gewertet. Bei Mietobjekten schaut die Lage nicht viel besser aus. Vor allem die Betriebskosten sind in den letzten Wochen gestiegen. „Die Preissteigerungen bei Mietwohnungen sind vor allem auf die steigenden Rohstoffpreise zurückzuführen“, so Hörmandinger.


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