Bezirk Schärding profitiert vom Entlastungspaket der Regierung
BEZIRK. Mit einem rund 50 Milliarden Euro schweren Entlastungspaket will die Bundesregierung der Teuerung entgegenwirken. Vor allem Familien und Kleinverdiener sollen vom finanziellen Schutzschirm profitieren.

Um der Teuerung entgegenzuwirken, wird die Bundesregierung in den kommenden Jahren mehr als 50 Milliarden Euro in die Hand nehmen und so den Österreichern finanziell unter die Arme greifen. „Wir befinden uns im Moment in einer sehr angespannten Situation. Die Inflation ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Alles wird teurer. Uns ist es wohl bewusst, dass viele jetzt den Gürtel enger schnallen müssen. Alles werden wir nicht abfedern können, aber zumindest einen Teil der Mehrkosten“, informiert ÖVP-Klubobmann August Wöginger.
Bereits umgesetzt
Bereits umgesetzt sind die Elektrizitätsabgaben (rund 80 Euro), der Energiekostenausgleich (150 Euro), Ökostromförderung (110 Euro), die Senkung der Einkommenssteuer von 35 auf 30 Prozent, eine Erdgasabgabe (rund 80 Euro) sowie eine Einmalzahlung über 300 Euro an die vulnerable Gruppe. „Durch die Entlastung der Regierung erhielt eine Mindestpensionistin im Zeitraum von 1. Jänner bis 1. Juli 2022 824 Euro mehr, als noch im letzten Jahr“, sagt Wöginger. Und weiter: „Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 2800 Euro erhielt 487 Euro.“ Wie Wöginger weiters berichtet, wurde im selben Zeitraum eine Familie, bei der er rund 2500 Euro und sie 1500 Euro brutto verdient, mit 1270,50 Euro entlastet. Noch heuer werden laut Wöginger weitere fünf Milliarden Euro als Sofortmaßnahmen ausbezahlt. So erhält die besonders betroffene Gruppe, dazu zählen Arbeitslose und Mindestpensionsbezieher, eine Einmalzahlung über 300 Euro. Bereits im August wird es 180 Euro pro Kind als zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe geben. „Alleine im Bezirk Schärding beträgt der auszubezahlende Betrag rund zwei Millionen Euro (etwa 11.000 Kinder je 180 Euro)“, informiert Bundesrätin Barbara Tausch.
Wohnschirm und Digi-Scheck
500 Euro gibt es für jeden Österreicher im Oktober. „Jeder Erwachsene, der in Österreich registriert ist, bekommt 500 Euro. 250 Euro sind der Klimabonus, 250 Euro gibt es als zusätzlichen Bonus. Kinder erhalten jeweils die Hälfte“, sagt der ÖVP-Klubobmann. Wie der Sighartinger weiter berichtet, wird es auch eine Verlängerung des Wohnschirms (Schutz vor Delogierung) sowie des Digi-Schecks für Lehrlinge (bis zu dreimal 500 Euro pro Jahr) geben. Auch der Familienbonus wird angehoben. „Dieser wird von 1.500 auf 2.000 Euro angehoben. Für Kinder ab dem 18. Geburtstag wird der Familienbonus von 500 auf 650 erhöht und der Kindermehrbetrag von 250 Euro auf 550 Euro angehoben“, informiert Wöginger.
Sofortmaßnahmen für die Wirtschaft
Auch die rund 4800 Betriebe im Bezirk Schärding dürfen sich über Sofortmaßnahmen freuen. So erhält jeder Betrieb eine Mitarbeiter-Prämie von 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei sowie SV-Beitragsfrei. Energieintensive Unternehmen können einen Direktzuschuss beantragen. „Uns ist es wohl bewusst, dass die aktuelle Situation auch bei den Unternehmen für Sorgenfalten sorgt. Deswegen müssen wir auch sie unterstützen“, berichtet Schärdings WKO-Obmann Florian Grünberger. Nicht nur die Österreicher dürfen sich über eine Finanzspritze freuen, sondern auch die Gemeinden. „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen auch die Gemeinden und Länder stark. Um diese abzufedern, gibt es auch hier ein Unterstützungspaket“, informiert Grünberger. So werden die Ertragsteile der Gemeinden um weitere 275 Millionen Euro erhöht. Weiters werden die Länder und Gemeinden bis 2025 zusätzlich mit bis zu 840 Millionen Euro unterstützt, indem der Bund den Ländern und Gemeinden den Anteil, den sie für Maßnahmen der ökosozialen Steuerreform tragen müssen, erlässt. „Ein wichtiger Schritt, denn den Gemeinden steht nun wieder mehr Geld für Investitionen zur Verfügung“, sagt Grünberger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden