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ANDORF. In der Gemeinderatssitzung der Marktgemeinde Andorf wurde der vorgelegte Budgetentwurf von allen Fraktionen im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Bei einem Budgetvolumen von ca. 12 Millionen Euro gibt es aktuell nur einen Fehlbetrag von 50.000 Euro. Mit den vorhandenen Rücklagen kann dieser Abgang jedoch bedeckt werden.

Karl Buchiner, Bürgermeister von Andorf. (Foto: ÖVP)
Karl Buchiner, Bürgermeister von Andorf. (Foto: ÖVP)

„Dieses Budget gibt den Weg für die kommenden Jahre vor“, stellt Bürgermeister Karl Buchinger bei seiner Budgetrede fest. In Andorf wird laut dem Ortschef weiterhin auf eine vorausschauende und vorsichtige Budgetpolitik gesetzt. Der geringfügige Abgang zeigt, dass es um die Gemeindehaushalte knapp bestellt ist. Die Mehreinnahmen, die wesentlich von den Ertragsanteilen gestützt sind, werden ausgabenseitig vom Inflationstreiber Energie und den großen Brocken Pflege, Gesundheit und Kinderbetreuung mehr als aufgebraucht. Damit werden wiederum die strukturellen Schwächen in den Gemeindefinanzen sichtbar. Bürgermeister Buchinger dazu: „Bei den Finanzausgleichsverhandlungen muss die Ausgabendynamik in diesen Bereichen berücksichtigt werden. Auf Dauer können die Gemeinden diese Herausforderungen für die Gesellschaft nicht stemmen.“ Ein erster Ausblick auf den Rechnungsabschluss 2022 zeigt, dass ein deutliches Plus vor dem Ergebnis stehen wird. Das gibt Sicherheit für das kommende Finanzjahr und wird wichtige Projekte möglich machen. Aktuell wird intensiv an der Vorbereitung und Umsetzung künftiger Projekte gearbeitet.

Schwerpunkte

Andorf will den Transformationsprozess am Energiesektor aktiv mitgestalten. Ein Schwerpunkt wird die Modernisierung der Ortsbeleuchtung sein. Die 620 Lichtpunkte der Ortsbeleuchtung wurden bereits analysiert, um darauf aufbauend ein Konzept zu erstellen. In den kommenden Jahren soll schrittweise auf moderne energiesparende LED Technik umgestellt werden. Die im Budget dargestellte PV-Anlagen Ausbauoffensive wurde in einem extra Tagesordnungspunkt noch präzisiert. Rund 800 KWp werden in einer ersten Phase eingereicht. Die bereits installierte 120 KWp PV-Anlage bei der Kläranlage wird mit einem Stromspeicher ergänzt, um im Blackoutfall einen Inselbetrieb zu ermöglichen. Im Frühling soll der letzte Teil der Sanierung der Enzenkirchner Landesstraße durchgeführt werden. Ortsauswärts bis zur Ortschaft Lichtegg wird ein neuer Geh- und Radweg auf einer Länge von 300 m mitgebaut. Ein weiteres wichtiges Teilstück zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und für den Freizeitverkehr. Auch ein Fahrbahnteiler als Tempobremse wird errichtet. 2023 sollen auch die Planungen für die Stadionsanierung abgeschlossen werden und die Standortsuche für einen neuen Kindergarten vorangetrieben werden.


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