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Treffen in Suben: Politik treibt 24-Stunden-Betrieb für Rettungshubschrauber voran

Theresa Senzenberger, 27.04.2026 11:16

SUBEN/INNVIERTEL. Bei einem Treffen politischer Vertreter aus Oberösterreich und Bayern am Rettungsstandort Suben stand ein gemeinsames Ziel im Fokus: die Ausweitung der Flugzeiten des Rettungshubschraubers „Christophorus Europa 3“ bis hin zu einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb.

Politische Vertreter aus Oberösterreich und Bayern trafen sich in Suben, um über die Notfallversorgung in der Region zu sprechen. (Foto: Stefanie Starke)

Die Notfallversorgung in der Grenzregion zwischen Oberösterreich und Niederbayern soll deutlich verbessert werden. In Oberösterreich laufen die Vorbereitungen für einen 24/7-Rettungshubschrauber in Suben daher auf Hochtouren, wie Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) betont.

In Suben tauschten sich jetzt politische Vertreter aus Oberösterreich und Bayern darüber aus. Aus dem Innviertel waren die Landtagsabgeordneten Klaus Mühlbacher (Bezirk Braunau), Günter Lengauer (Bezirk Ried) und Florian Grünberger (Bezirk Schärding) vor Ort.

„Unverzichtbare Säule“

„Man ist froh, wenn man ihn nicht sieht, dennoch vermittelt dieser Rettungshubschrauber ein hohes Maß an Sicherheit“, betonte der bayerische Landtagsabgeordnete Josef Heisl (CSU). Dass die Luftrettung längst eine unverzichtbare Säule der medizinischen Versorgung in der Region ist, darüber waren sich die Politiker einig.  

Auch Landrat Raimund Kneidinger (CSU) unterstrich die Entwicklung: „Angefangen hat damals alles mit der Frage, ob wir überhaupt einen gemeinsamen Hubschrauber benötigen. Heute ist der Lebensretter aus der Luft für unsere Region nicht mehr wegzudenken.“

Gemeinsames Ziel

Derzeit verfolge man auf beiden Seiten der Grenze das gemeinsame Ziel einer Ausweitung der Flugzeiten. Gerade in ländlichen Gebieten sei schnelle Hilfe entscheidend. „Denn letztlich ist es die Versorgungsgeschwindigkeit, die über Leben und Tod entscheidet. Der Rettungshubschrauber ist oft das einzige Mittel, um gerade in ländlichen Regionen schnell am Einsatzort zu sein“, erklärte Landtagsabgeordneter Stefan Meyer (CSU).

Zusammenarbeit über Grenze hinweg

Haberlander betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit über die Grenze hinweg und verwies auf das gemeinsame Ziel: „Immerhin geht es um die medizinische Notfallversorgung und die Sicherheit der Menschen hier in der Region“.

Ein Blick auf die technische Ausstattung zeigte die Leistungsfähigkeit des Hubschraubers: Der erst ein Jahr alte Airbus H135 ist mit modernster Technik ausgestattet und speziell für notfallmedizinische Einsätze konzipiert. Rund 350 Flugstunden hat der Hubschrauber bereits absolviert.

Gutachten läuft

Auf bayerischer Seite läuft derzeit ein Gutachten, das die Grundlage für weitere Schritte bilden soll. „Das Ergebnis steht noch aus, aber wir werden uns nach Kräften für eine umfangreichere Notfallversorgung via Luftrettung einsetzen“, sagte Heisl.

Die Finanzierung gilt als komplex, da unterschiedliche Zuständigkeiten und Verhandlungen mit Krankenkassen eine Rolle spielen. Während auf oberösterreichischer Seite das Land Oberösterreich die finanzielle Hauptlast stemmt und vorhat, den 24/7-Flug zu beauftragen, ist der finanzielle Beitrag aus Bayern abhängig von mit den dortigen Krankenkassen zu verhandelnden Tarifen.

Betrieb soll 2026 starten

„Sollten die laufenden Bedarfserhebungen in Bayern eine Ausweitung der Betriebszeiten am Standort Suben vorschlagen, so wäre dies jedenfalls Rückenwind für das gemeinsame Projekt“, so Haberlander. „Die Vorbereitungen für den 24/7-Betrieb laufen in Oberösterreich aber unabhängig davon bereits Hochtouren – denn wir brauchen diese rund um die Uhr Notfallversorgung für die Menschen in Oberösterreich und in der Grenzregion und werden den Flugbetrieb noch 2026 aufnehmen.“


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