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BEZIRK SCHÄRDING. Im ersten Quartal 2026 ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Bezirk Schärding zurück. Gleichzeitig wurden jedoch mehr Privatinsolvenzen verzeichnet.

Insolvenzreferentin Astrid Aiglsdorfer informiert über die aktuelle Entwicklung der Insolvenzen im Bezirk Schärding. (Foto: SABINE STARMAYR)

Laut der aktuellen Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbandes KSV1870 gerieten im Bezirk Schärding heuer bislang zwei Unternehmen in die Insolvenz. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es fünf Fälle. Ein Verfahren wurde eröffnet, ein weiterer Insolvenzantrag mangels Kostendeckung abgewiesen.

Damit liegt der Bezirk deutlich unter dem oberösterreichweiten Trend. Landesweit mussten im ersten Quartal 224 Unternehmen Insolvenz anmelden – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2025. Ursachen sind laut KSV1870 weiterhin hohe Kosten, schwache Nachfrage und die anhaltende Rezession.

Kritisch sieht der Gläubigerschutzverband vor allem nicht eröffnete Verfahren. „Wenn die Anzahl der nicht eröffneten Verfahren steigt, steigen die finanziellen Verluste der Gläubiger noch weiter. Die schuldnerischen Unternehmen verstricken sich in immer höhere Verbindlichkeiten“, erklärt Astrid Aiglsdorfer, Insolvenzreferentin des KSV1870 in Linz. Eine professionelle Aufarbeitung sei erst durch die Eröffnung eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens möglich.

Anstieg bei Privatkonkursen

Während die Firmeninsolvenzen zurückgingen, stiegen die Privatkonkurse im Bezirk Schärding an. Acht Verfahren wurden im ersten Quartal 2026 eröffnet, im Vorjahr waren es sechs. Das entspricht einem Plus von 33,3 Prozent. Oberösterreichweit beträgt der Anstieg rund 4,2 Prozent.

Als Gründe nennt der KSV1870 die anhaltend hohen finanziellen Belastungen vieler Haushalte. Besonders das hohe Preisniveau bringe Menschen zunehmend in eine prekäre finanzielle Lage.

„Insofern müssen wir mit einer Zunahme bei den Privatkonkursen rechnen, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte“, resümiert Aiglsdorfer. Entscheidend werde auch die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt sein.


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