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SCHÄRDING. Im Bezirk Schärding waren Ende Mai insgesamt 892 Personen arbeitslos gemeldet, 277 nahmen an Schulungen teil. Überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind derzeit Menschen mit mittlerer Schulbildung, Akademiker sowie Personen mit Behinderungen.

Harald Slaby, AMS-Leiter in Schärding, berichtet über aktuelle Entwicklungen des Arbeitsmarktes. (Foto: Andreas Jank)

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit zehn Monaten leicht um 1,4 Prozent beziehungsweise zwölf Personen an. Trotz dieser Entwicklung bleibt der Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent stabil. Auch der Stellenmarkt präsentiert sich mit 691 Jobangeboten auf einem guten Niveau.

Besonders deutlich nahm die Arbeitslosigkeit bei Frauen über 55 Jahre (+30,2 Prozent) sowie bei Personen über 60 Jahre (+50 Prozent) zu. Menschen mit mittlerer Schulbildung (+11,1 Prozent) und mit akademischer Ausbildung (+31,8 Prozent) sind prozentuell gesehen derzeit am stärksten von steigender Arbeitslosigkeit betroffen.

Vermehrt Langzeitarbeitslosigkeit

Der Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg innerhalb eines Jahres um mehr als 17 Prozent. „Menschen mit Vermittlungseinschränkungen haben es generell schwerer, dauerhaft am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, erklärt AMS-Schärding-Leiter Harald Slaby. Oft würden mehrere Vermittlungshindernisse gleichzeitig auftreten, etwa Alter, Ausbildung, Gesundheit oder Kinderbetreuung. „Dann braucht die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dementsprechend seine Zeit.“


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