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Immer mehr Hitzetage im Bezirk Schärding: Land fördert Begrünung und Entsiegelung

Theresa Senzenberger, 23.07.2026 09:07

SCHÄRDING. Die Auswirkungen der Klimakrise sind auch im Bezirk Schärding deutlich spürbar. Die Zahl der Hitzetage nimmt zu. Bis Mitte Juli wurden heuer schon 22 Hitzetage registriert – und der Sommer ist noch nicht vorbei.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) setzt auf Begrünung sowie Entsiegelung, um Gemeinden besser an die Folgen der Klimakrise anzupassen. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Daten von GeoSphere Austria, dem Klimadashboard und dem Land Oberösterreich zeigen einen klaren Trend: Die Sommer werden heißer, gleichzeitig nehmen Tropennächte zu. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen leiden unter den steigenden Temperaturen. Während zwischen 1961 und 1990 im Bezirk Schärding im Schnitt noch fünf Tage pro Jahr mit mindestens 30 Grad gemessen wurden, waren es 2025 bereits 17.

Maßnahmen zur Anpassung

Um Städte und Gemeinden besser auf die zunehmende Hitze vorzubereiten, unterstützt das Umwelt- und Klima-Ressort des Landes Oberösterreich gezielt Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Gefördert werden unter anderem Baumpflanzungen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie sogenannte Schwammstadt-Lösungen. Ziel ist es, Ortskerne abzukühlen und die Lebensqualität zu erhöhen.

Zusätzlich unterstützt das Land Gemeinden und Vereine dabei, asphaltierte Flächen aufzubrechen. So kann Regenwasser wieder versickern und neuer Grünraum entstehen.

Klimakrise „vor unserer Haustüre“

„Die Klimakrise ist keine abstrakte Diskussion mehr. Sie steht im Sommer direkt vor unserer Haustüre“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). „Wenn wir heute deutlich mehr Hitzetage und Tropennächte erleben als noch vor wenigen Jahrzehnten, dann dürfen wir nicht so tun, als wäre das normal. Wer den Klimaschutz bremst, verschärft die Hitze von morgen.“

Gemeinden müssten ihm zufolge so umgebaut werden, dass Menschen auch an heißen Tagen gut und gesund leben können. „Jeder Baum, jeder entsiegelte Platz und jeder schattige Ortskern macht einen Unterschied.“


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