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„Wir sind sauer!“: Schärdinger Gewerkschaftsfrauen machen auf Pensionslücke aufmerksam

Theresa Senzenberger, 23.07.2026 15:48

SCHÄRDING. Mit einer Aktion machten die Gewerkschaftsfrauen des ÖGB Schärding rund um den Equal Pension Day auf die niedrigeren Pensionen von Frauen aufmerksam.

Bei der Verteilaktion in Schärding: AK-Vizepräsidentin und ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Christine Heitzinger (v. l.), Karl Grabmann (ÖGB), Lisa Grechhamer, ÖGB-Regionalvorsitzende Kathrin Reynard und Brigitte Rienesl. (Foto: ÖGB Schärding)

In Oberösterreich fällt der Equal Pension Day heuer auf den 20. Juli. Ab diesem Tag arbeiten Frauen statistisch gesehen bis Jahresende „gratis“, weil ihre Pensionen im Durchschnitt um 44,8 Prozent niedriger sind als jene der Männer.

Für den Gewerkschaftsbund liegen die Ursachen dafür im Erwerbsleben. „Um 44,8 Prozent niedrigere Pensionen sind kein Schicksal und kein persönliches Versagen. Sie sind das Resultat von Strukturdefiziten: fehlende Kinderbetreuung, unbezahlte Care-Arbeit, schlecht bezahlte Frauenbranchen und unfreiwillige Teilzeit. Die Quittung folgt Jahrzehnte später – beim Blick aufs Pensionskonto“, erklärt die Schärdinger ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Natalie Schulz.

Zugleich spricht sich der ÖGB für ein starkes staatliches Pensionssystem aus. „Der Generationenvertrag lebt. Die Jungen finanzieren die Älteren, und die heutigen Pensionisten haben das Fundament unseres Wohlstands gebaut. Jung und Alt stehen nicht gegeneinander – sie tragen einander. Solidarität kennt kein Alter“, betont Schulz.

Um die Pensionslücke zu verkleinern, fordert der ÖGB unter anderem den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung, eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit, bessere Rahmenbedingungen in Pflege und in typischen Frauenberufen, mehr Lohntransparenz sowie Maßnahmen gegen unfreiwillige Teilzeit.


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