Wasser wieder sauber, Auslöser der Verschmutzung wird gesucht
SCHARNSTEIN. Nachdem die Keimbelastung der Schrattenauquelle mittels Chlorierung beseitigt werden konnte, will man nun dem Problem auf den Grund gehen.

Eigentlich hätte die 2013 installierte UV-Anlage alle Keime in der Karstquelle abtöten sollen, welche die Haushalte in Scharnstein, St. Konrad und Gschwandt mit Trinkwasser versorgt. Die beigezogenen Experten vermuten nun, dass bei Starkregen Trübstoffe wie etwa Blütenstaub durch feinste Ritzen im Karstgestein in das Wasser gelangen. Diese mit freiem Auge nicht sichtbaren Stoffe könnten möglicherweise verhindern, dass die UV-Anlage alle Keime erreicht, erklärt die Scharnsteiner Amtsleiterin Ilse Schachinger.
Bereits jetzt wird das ankommende Wasser auf seine UV-Durchlässigkeit getestet, nun sollen in Abstimmung mit der Wasserrechtsbehörde auch Trübungs- und Leitungsmessungen durchgeführt werden. Die entsprechende 19.000 Euro teure Anlage wurde bereits in Auftrag gegeben. „Dann muss die Situation erst einmal erforscht werden: Ob Trübstoffe in die Quelle gelangen, und – wenn ja – in welchen Situationen das passiert bzw. wie lange es anhält“, so Schachinger. Steht der Auslöser der Verschmutzung fest, sollen dann entsprechende Gegenmaßnahmen gesetzt werden.


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