Über tausend Einsätze im ersten Jahr für Rettungsheli Martin 3
SCHARNSTEIN. Vor fast genau einem Jahr wurde nach langen und schwierigen Verhandlungen der Flugrettungsstützpunkt mit dem Notarzthelikopter Martin 3 der Heli Austria GmbH eröffnet.

Ein Jahr später ziehen die Organisatoren stolz Bilanz. Über tausendmal waren die fliegenden Helfer unterwegs. Bei vier von zehn Einsätzen handelte es sich um chirurgische Notfälle – vom schweren Verkehrsunfall über Arbeitsunfälle bis zu Sport- und Freizeitverletzungen. Der Rest entfiel auf „konservative“ Notfälle, von der Neurologie bis zur Gynäkologie.
50 Taueinsätze und elf Tauchunfälle
In 50 Fällen war eine Taubergung erforderlich, zumeist ging es um die Bergung von Verletzten aus alpinen und hochalpinen Gebirgslagen. Elfmal mussten die Retter bei Tauchunfällen aktiv werden. Hier ist besonders rasches Handeln gefragt: Die betroffenen Personen müssen so schnell wie möglich zur weiteren Versorgung in spezielle Druckkammern geflogen werden. Diese Druckkammern für Tauchunfälle befinden sich zum größten Teil im benachbarten Bayern (Traunstein, Murnau, München und Regensburg). Nur dort ist eine schnellstmögliche Versorgung der Patienten in den Spezialzentren gewährleistet.
„Diese tausend Einsätze wurden trotz Steigerung der Einsatzzahlen des ÖAMTC Christopherus 10 für das Jahr 2018 in Oberösterreich und den angrenzenden Bundesländern Salzburg, Steiermark und Niederösterreich durch das Team von Martin 3 zusätzlich übernommen und sehr oft lebensrettend für die Patienten ausgeführt“, betont der leitende Notarzt Dr. Boris Buck.
Ein wesentlicher Baustein in der erfolgreichen Arbeit sei die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Rettungsdiensten, Polizei, Feuerwehr und Bergrettung sowie mit der Bevölkerung.
Planung für den neuen Hangar fast abgeschlossen
Die hohen Einsatzzahlen würden die Notwendigkeit des Notarzthelis Martin 3 im Bereich des Salzkammergutes zeigen, ist Buck überzeugt. „Um weiterhin unsere Arbeit in diesem Flugrettungsstützpunkt reibungslos durchführen zu können, ist der Bau eines neuen Hangars samt Aufenthaltsräumen für die Crew des Martin 3 am Flugplatz Scharnstein für heuer in der Endplanungsphase. Sowohl von der Gemeinde Scharnstein als auch von der Bevölkerung gibt es keinerlei Beschwerden gegen dieses Vorhaben!“, so Buck.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden