SCHARTEN. Nach dem Cybermonday und dem Blackfriday gibt es jetzt auch einen Tag der unter dem Motto „Gutes tun“ oder „Geben“ steht. Dieser „Giving Tuesday“ findet am 3. Dezember statt. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt - ob ein Punschabend, Kuchenverkauf, Haareschneiden gegen eine Spende, ein Spendenaufruf im Bekanntenkreis oder der Firma - an diesem Tag ist jede Aktion für den guten Zweck willkommen.

Wer den „Giving tuesday“ bereits als Anlass nimmt um Spenden zu sammeln, ist Anna Prähofer aus Scharten. Sie ist Mitglied beim Verein für Mukopolysaccharidosen (MPS). „Ich habe meine Freunde am 3. Dezember zu einem „Open House for MPS“ eingeladen. Von 17 bis 21 Uhr ist jeder willkommen und darf am Eingang eine freiwillige Spende abgeben. Es gibt Kuchen, Snacks, Punsch, Bier, gute Musik und wir verbringen einen netten Abend unter dem Motto „Gutes tun““, erzählt Prähofer.
Stoffwechselkrankheit
MPS sind angeborene, langsam fortschreitende und tödlich verlaufende Stoffwechselkrankheiten. Manche Patienten werden blind, die meisten sind schwerhörig, fast alle sind kleinwüchsig. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Kinder beträgt 15 Jahre. „Es ist so schwer für uns als Selbsthilfeverein mit einer so kleinen Lobby auf MPS aufmerksam zu machen, deshalb nutze ich diese Gelegenheit dafür. Es werden Informationen aufliegen, ein Informationsfilm abgespielt und außerdem können meine Gäste bei der Gelegenheit auch kleine selbstgemachte Geschenke wie Marmeladen, Brotbackmischungen, Dinkelspelzkissen und Weihnachtsbillets kaufen. Der Erlös kommt MPS-Kindern zugute“, erzählt die Schartenerin.
Spende statt Geschenke
Ihre Freunde wissen bereits, dass ihr die MPS-Kinder besonders am Herzen liegen. „Sie unterstützen uns immer wieder – durch ihre Zeit bei diversen Veranstaltungen, ihre Muskelkraft beim Wienmarathon oder durch Spenden. Vor allem an meinen Geburtstagen kommen sie oft meinem Wunsch nach statt Geschenken eine Spende für MPS mitzubringen. Ich habe alles was ich brauche. Mir ist es wichtiger, das Leben für MPS-Kinder lebenswert zu machen und mit den Spenden nachhaltige Therapien zu finanzieren“, so Prähofer.


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