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Tiergestützte Intervention auf der Palliativstation

Ariane Zeilinger, 21.06.2018 06:00

SCHEIBBS. Enya ist ein ausgebildeter Therapiebegleithund und kommt jeden Donnerstag mit ihrer Besitzerin Barbara Theuretzbacher auf die Palliativstation, um den Patienten auf Wunsch eine tiergestützte Therapiebegleitung zu ermöglichen.

Die erste Therapiebegleitstunde im Garten. v.l.: Hündin Enya, Barbara Theuretzbacher, Aloisia Wegenschimmel, Stationsleitung DGKP Petra Schweighofer.Foto: Isabella Karner/LK Scheibbs

Ein Therapiebegleithund im Krankenhaus ist noch nichts alltägliches, Enya ist die erste und einzige Hündin, die seit Herbst 2017 im Landesklinikum Scheibbs im Einsatz ist. Ziel ist, die tiergestützte Therapiebegleitung als zusätzliche Einheit zur Verbesserung der Lebensqualität auf der Palliative Care zu nutzen. Diese tiergestützte Intervention erfolgt freiwillig und auf Wunsch.

Neues Angebot wird gut angenommen

„Die positiven Auswirkungen der Tiertherapie waren für uns anfangs gar nicht vorstellbar. Unsere Patienten genießen die Zeit mit der Hündin Enya sehr und wir bemerken oft, dass diese nach der tiergestützten Therapiebegleitstunde zur Ruhe kommen, sich freuen und wohl fühlen“, schätzt Stationsleitung DGKP Petra Schweighofer das neue Angebot auf der Palliativstation.

„Ausgebildete Therapiebegleithunde spüren instinktiv, in welcher Form Kontakt mit dem Tier benötigt wird. Die Hündin schafft durch ihre Anwesenheit eine entspannte, beruhigende Atmosphäre und spendet Trost. Andere wiederum mögen es, wenn Enya ihren Kopf in den Schoß legt oder intensive Streicheleinheiten ausgeteilt werden können“, ergänzt die Hundeführerin Barbara Theuretzbacher.

Die Therapiebegleitung richtet sich immer nach den Bedürfnissen der Patienten. Sie genießen die Anwesenheit der Hündin, erfahren unvoreingenommene Wertschätzung durch die Zuneigung des Vierbeiners und erleben Freude beim Streicheln des Hundes. Dadurch wird das körperliche Empfinden stimuliert und der Hund kann zur Aktivierung der Grob- und Feinmotorik beitragen.

Hygieneanforderungen werden eingehalten

Die Palliative Care verfügt über einen eigenen Zugang auf die Terrasse und in die Station. Diese und weitere Maßnahmen ermöglichen, den hohen Hygieneanforderungen im Klinikum gerecht zu werden. Der lieb gewonnene wöchentliche Besuch ist nicht mehr wegzudenken, Enya und ihre Besitzerin sind bereits zu einem fixen Bestandteil des Palliativteams geworden.


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