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BEZIRK. Der Gläubigerschutzverband Creditreform hat die Zahlen der Insolvenzentwicklung für das erste Quartal 2017 erhoben. Im Vergleich zum Vorjahr sanken im Bezirk Scheibbs die Zahlen der Privat-, als auch der Firmeninsolvenzen.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Im ersten Quartal 2017 meldeten im Bezirk zwei Unternehmen Insolvenz an. Im Detail handelt es sich um die Insolvenzen einer Hauskrankenpflege und eines Handelsunternehmens, aus der Branche der nicht protokollierten Einzelunternehmen.Im Vergleich zum ersten Quartal 2016, in welchem vier Unternehmen Insolvenz anmeldeten, ergibt dies einen Rückgang von 50 Prozent.

Privatinsolvenzen im Bezirk

Während im ersten Quartal 2016 vier Verfahren von Privatinsolvenzen eröffnet wurden, beläuft sich die Anzahl der eröffneten Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2017 auf einen Fall. Im direkten Vergleich ergibt dies einen Rückgang von 75 Prozent.

Derzeitige Entwicklung und Insolvenzursachen

„Die Entwicklung ist derzeit nicht abschätzbar, aufgrund des kurzen Zeitraumes und der geringen Anzahl an Insolvenzen“, so Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer und ergänzt im Hinblick auf die Insolvenzursachen: „Fakt ist aber, dass in 74 Prozent der Insolvenzen die Fehler in der Geschäftsführung liegen. Mangelndes Risikomanagement, Fehlkalkulationen, desaströse Buchhaltung, Unterschätzung des Wettbewerbs, Verschlafen von Innovationen und vielem mehr. Da kann selbst der Niedrigzins und damit die billige Liquiditätsvorsorge nicht mehr helfen.“

Rückgang bei Firmen- und Privatinsolvenzen

Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 sank die Anzahl der angemeldeten Privat- als auch Unternehmens-insolvenzen auf Landes- und Bundesebene. Die Unternehmensinsolvenzen sanken im Bundesland Niederösterreich von 231 (erstes Quartal 2016) auf 229 (erstes Quartal 2017), was einen Rückgang von 0,9 Prozent bedeutet.

Auch österreichweit gesehen sanken die Zahlen um 5,3 Prozent. Waren es im ersten Quartal 2016 noch 1440 Unternehemensinsolvenzen, beläuft sich die Bilanz für das erste Quartal 2017 auf 1364 gemeldete Fälle. Das bedeutet – in reellen Zahlen ausgedrückt – einen Rückgang von 76 Fällen.

Die Zahlen der Creditreform Privatinsolvenzstatistik für das erste Quartal 2017 zeigen im Bundesland Niederösterreich einen Rückgang von 21,2 Prozent. Waren im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt 316 Privatinsolvenzen sind es im ersten Quartal diesen Jahres 249. Auch Österreichweit gesehen ergibt sich – im Vergleich mit der Bilanz des Vorjahres – ein Rückgang bei der Anzahl von Privatinsolvenzen um 14 Prozent. In reellen Zahlen sank die Anzahl der Privatkonkurse von 2322 (erstes Quartal 2016) auf 1996 (1. Quartal 2017).


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