Arbeiterkammer präsentierte Bilanz 2017
BEZIRK SCHEIBBS. Bezirk Scheibbs. 4085 Beratungen, 1,32 Millionen Euro für Arbeitnehmer in der Region – das ist die Bilanz 2017 der Bezirksstelle Scheibbs der Arbeiterkammer.

Insgesamt hat die Bezirksstelle im Vorjahr 1,32 Millionen Euro für die Arbeitnehmer in der Region erstritten, erzählt Bezirksstellenleiter Helmut Wieser. „Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. Den größten Brocken macht naturgemäß unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus“, so Wieser und verweist auf zahlreiche Veranstaltungen: „Egal ob es um die Pension oder den bevorstehenden Nachwuchs geht, die Menschen greifen gerne auf unser Wissen zurück.“ Landesweit hat die Arbeiterkammer Niederösterreich (AK NÖ) 51 Millionen für AK-Mitglieder alleine im Arbeits- und Sozialrecht erstritten.
Beispiel aus der Praxis
Bei der Pressekonferenz der Arbeiterkammer präsentierte Wieser ein Beispiel, im Zuge dessen ein Dienstverhältnis eines Leiharbeiters während des Krankenstandes stillschweigend aufgelöst wurde. „Zum finanziellen Nachteil für den Dienstnehmer, den die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses im Krankenstand bedeutet, kommt immer öfter vor, dass Dienstnehmer von der Abmeldung des Arbeitsverhältnisses gar nicht informiert werden“, so Wieser.
Bei einem längeren Krankenstand können es einige tausend Euro sein, die ein Dienstnehmer dadurch verliert. Das geschah auch in einem Fall im Bezirk Scheibbs, indem ein Dienstnehmer ohne sein Wissen am Tag der Krankmeldung mit einvernehmlicher Auflösung abgemeldet wurde – dies hätte im Endeffekt einen Verlust von 50 Prozent des Entgelts bedeutet. „Nach einer Intervention der AK Scheibbs hatte der Dienstnehmer Einsehen und stellte den Dienstnehmer wieder ein“, so Wieser.


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