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BEZIRK SCHEIBBS. Ab September sind die Gasspürtrupps der Netz NÖ, einer 100 Prozent Tochter der EVN AG, unterwegs und machen die Gegend im Bezirk Scheibbs sicher. “Mithilfe von hoch empfindlichen Gasspürgeräten überprüfen wir die Gasleitungen zuverlässig auf Dichtheit“, erklärt Gasspürer Franz Hintermayer.

Gasspürer Franz Hintermayer; Foto: Netz NÖ / Moser
  1 / 2   Gasspürer Franz Hintermayer; Foto: Netz NÖ / Moser

In den nächsten Wochen sind die Spezialisten in den Gemeinden Purgstall, Schauboden und Feichsen unterwegs. Insgesamt werden rund 60 Kilometer geprüft. Geprüft wird bis zum Anschlusskasten des jeweiligen Gebäudes.

Was heißt das für die Anrainer?

Da das Ortsnetz geprüft wird, werden die Anrainer nicht informiert und müssen auch nicht zwingend zu Hause sein. Auch mit Störungen oder Unterbrechungen des Gasnetzes ist während der Überprüfungen nicht zu rechnen. Die meisten Leitungen führen am Gehsteig entlang, einige Leitungen führen aber auch zu den Anschlusskästen bei den Häusern. „Im Einzelfall müssen wir auch das ein oder andere Privatgrundstück betreten“, bittet Hintermayer um Verständnis. Falls der Zutritt auf ein Privatgrundstück nicht möglich ist, wird eine Benachrichtigung mit einem Terminvorschlag hinterlassen.

Routineuntersuchung

Die Messungen sind reine Routine und dienen der Sicherheit. Die Gasleitungen werden von den Spezialisten nach den gesetzlichen Vorschriften und den festgesetzten Intervallen geprüft. Je nach Rohrmaterial wird eine Gasleitung alle zwei bis neun Jahre überprüft. Ein Stäbchen beim Messgerät misst ob Gas austritt. Wenn ja, dann schlägt das Gerät an.

Neben dem Abspüren der Leitungen werden die Leitungstrassen auf mögliche Veränderungen und Einbauten, zum Beispiel Bewuchs, kontrolliert. „Die größten Feinde unserer Leitungen sind die Wurzeln großer Bäume und Sträucher. Und die Baggerschaufel“, verrät Hintermayer und empfiehlt vor sämtlichen Baumaßnahmen Kontakt mit dem zuständigen Service Center der Netz NÖ aufzunehmen. Dort liegen Pläne mit allen Leitungen auf.

Was ist zu tun, wenn es zu einem Gasgebrechen in einem Wohnraum kommt?

  • Raum lüften
  • keine Flammen und Funken erzeugen, keine Schalter betätigen und nicht in diesem Raum telefonieren
  • Gasversorgung unterbrechen (Gerätehahn, Hauptabsperrung schließen)
  • Mitbewohner warnen (klopfen, nicht klingeln)
  • Gefahrenbereich verlassen
  • außerhalb des Gefahrenbereichs den Gasnotruf 128 wählen

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