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MOSTVIERTEL. Ende September trafen sich Vertreter aus zehn internationalen Mostregionen im Baskenland. Ziel des Kongresses war die internationale Vernetzung der Mostregionen sowie die gemeinsame touristische Bewerbung der europäischen Mostkultur.  

Die internationalen Teilnehmer im Baskenland.Foto: Haritz Rodriguez/Sagardoaren Lurraldea
Die internationalen Teilnehmer im Baskenland.Foto: Haritz Rodriguez/Sagardoaren Lurraldea

Organisiert wurde der erste internationale „Ciderkultur & Tourismus Kongress“ von Sagardoaren Lurraldea (“Das baskische Ciderland“) mit Unterstützung der Region San Sebastian und dem Baskenland. Mit dabei waren mehr als 15 Vertreter aus England, Wales, Irland, Deutschland, Norwegen, Galizien, Asturien, dem Baskenland und der Bretagne. Für das Mostviertel waren Andreas Purt (Geschäftsführer von Mostviertel Tourismus) und Hans Weiss (Mostbaron aus Rabenstein an der Pielach) vor Ort.

Erste Maßnahmen beschlossen

Erfreulicherweise konnten bereits einige gemeinsame Maßnahmen beschlossen werden. Diese umfassen die Etablierung eines gemeinsamen Logos sowie die Installierung einer Website. Zudem wurde eine Liste mit Projekten erstellt, für die europäische Finanzhilfe beantragt werden soll. Die Etablierung eines internationalen Netzwerks soll insbesondere den gegenseitigen Austausch von Know-how und von Erfahrungen der Gäste garantieren. Der nächste Most-Kongress soll wieder in einer teilnehmenden Region stattfinden – vom Mostviertel wurde diesbezüglich bereits eine Einladung ausgesprochen.

Hans Weiss steht den gemeinsamen Plänen positiv gegenüber: „Es bestehen zweifellos enge kulturelle Beziehungen zwischen den Most-produzierenden Ländern und Regionen.“ Deshalb mache – wie auch in anderen Bereichen wie dem Wein – „internationale Kooperation durchaus Sinn“, so Weiss.

Kulturelle Ähnlichkeiten bemerkbar

Das Hauptziel dieses internationalen Netzwerks müsse es sein, diese Unterschiede in jenen Märkten, die bereits eine Verbindung zwischen Mostkultur und Gastronomie bzw. Tourismus haben, bekannt zu machen.

„Manchmal wissen wir gar nichts über die Mostkultur unserer Umwelt – dabei gibt es durchaus eine gemeinsame kulturelle Verbindung jenseits unserer Grenzen“, erklärte Andreas Purt. „Das wird auch durch zahlreiche ähnliche Rituale und Brauchtümer sichtbar“, ergänzt er.

Most erfreut sich weltweit an steigender Beliebtheit

Der Most erfreut sich – eng verbunden mit der handwerklichen Produktion und kleinen Mostproduzenten – weltweit steigender Beliebtheit. Diese Entwicklung spiegeln auch die steigenden Absatzzahlen der teilnehmenden Regionen wider: Die Verkaufszahlen stiegen kürzlich um etwa 20 bis 30 Prozent.

Ergänzend zu den Workshops hatten die Kongressteilnehmer auch die Möglichkeit, Wissenswertes über die baskische Ciderkultur zu erfahren: Unter anderem wurden einige Mosthäuser sowie das „Sagardoetxea baskische Cider Museum“ besichtigt. Außerdem wurde am „Sagar Uzta“ Apfelfestival in Astigarraga (der Hauptstadt des baskischen Ciderlandes) der erste Apfelsaft der Saison verkostet.

Buchpräsentation: „Der Cider-Insider“

Zum Anlass des Kongresses stellte die britische Journalistin und Most-, Wein- und Bierkennerin Susanna Forbes in Astigarraga ihr neues Buch „The Cider Insider – the essential guide to 100 craft ciders“ vor.

Im Zuge der Präsentation hatten die regionalen und internationalen Gäste die Möglichkeit, einige der im Buch vorkommenden Cider zu verkosten. Zum Abschluss wurden bei einem gemeinsamen Abendessen im Iretza Cider Haus verschiedene Cider aus allen Teilen der Welt verkostet.

Andreas Purt zeigte sich nach der Premiere zufrieden: „Der erste „Ciderkultur & Tourismus Kongress“ war eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der durchaus interessante Aspekte zur gemeinsamen Bewerbung diskutiert wurden. Es würde mich sehr freuen, wenn der Kongress im Jahr 2019 bei uns im Mostviertel stattfindet“, meinte er.

„Denn dass das Mostviertel in Verbindung mit derart renommierten Regionen wie der Bretagne, Asturien und dem Baskenland genannt wird, ist durchaus als eine Auszeichnung für unsere Region zu werten“, ergänzt Purt.   


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