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WIESELBURG. Zu einem Konjunkturgespräch kam Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) mit vier Unternehmern aus dem Bezirk Scheibbs zusammen. Die Unternehmer schilderten der Landeshauptfrau, wie es ihren Betrieben in der Corona-Krise geht.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (vorne) mit Arbeitnehmervertreter Franz Schuhleitner und den Unternehmern Valentin Jäch, Ernst Freinberger und Norbert Brunner (hinten v. l.). Foto: VPNÖ

An dem Konjunkturgespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nahmen die Unternehmer Valentin Jäch (Start up Deckweiss), Norbert Brunner (Brunner Reisen) und Ernst Freinberger (F&G Haustechnik) sowie der Arbeitnehmervertreter und Betriebsrat Franz Schuhleitner (Worthington Industries) teil. Die Gesprächsrunde fand unter Einhaltung strengster Corona-Regeln auf dem Gelände der Messe Wieselburg statt.

Softwarelösungen gefragt

Unternehmer Valentin Jäch aus Scheibbs erklärte: „Wir sind ein junges Unternehmen, das mit Veränderungen wenig Probleme hat. In Krisenzeiten und durch die Innovationsförderung des Landes investieren Unternehmen verstärkt in den Softwarebereich und wir als Softwareunternehmen sind dabei ganz entscheidend. Wir würden uns wünschen, dass mehr Praxiswissen an Schulen aufgebaut wird.“

Kurzarbeit entscheidend

„Wir sind ein Unternehmen, das auf zwei Beinen steht – den Kleinbus-Bereich, allen voran für den Schülertransport, und den Reisebusbereich. Während der eine Bereich weitgehend stabil blieb, ist der andere dramatisch eingebrochen“, berichtet Norbert Brunner von Brunner Reisen aus Gresten. Entscheidend sei daher die Weiterführung der Kurzarbeit. „Denn das größte Problem wäre, dass wir jetzt Mitarbeiter verlieren und nach der Krise nicht mehr bekommen können. Wir denken aber bereits jetzt mit unseren Kunden und Partnern an die Zeit nach Corona“, so Brunner weiter.

„Wenig Planungssicherheit“

„Wir verzeichnen eine sehr gute Auftragslage, spüren aber, dass Kunden Kapital zurückhalten, also lieber sparen als investieren. Auch wir sind optimistisch für das erste Halbjahr 2021, haben aber wenig Planungssicherheit für die Zeit danach“, erklärt Ernst Freinberger von F&G Haustechnik aus Purgstall.

Viele bangen um ihren Job

Franz Schuhleitner, Betriebsrat bei Worthington Industries in Kienberg, betont: „Einerseits füllen sich die Auftragsbücher wieder, aber es gibt viel Unsicherheit bei den Arbeitnehmern. Gerade in Unternehmen, die einen Job­abbau andenken oder bereits bekannt gegeben haben, fragen sich viele, ob es auch mich treffen wird.“

Appell zum Zusammenhalt

„Ob wir die Corona-Pandemie in wenigen oder in einigen Monaten hinter uns gelassen haben werden, ist nicht ganz klar: Aber, dass wir sie überwinden werden, davon bin ich überzeugt“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Deshalb lauten auch mein Motto und Appell: Gemeinsam aus der Krise. Miteinander in die Zukunft“, so Mikl-Leitner abschließend.


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