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BEZIRK SCHEIBBS. Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen sich weiterhin am Arbeitsmarkt. Im Bezirk Scheibbs sind aktuell um 180 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage gelang es heuer aber auch vielen Betroffenen, einen neuen Job zu finden.

Die Arbeitslosenzahlen im Bezirk Scheibbs schnellen in die Höhe. Foto: Waraporn Wattanakul / Shutterstock.com

Insgesamt 740 Personen waren Ende November beim Arbeitsmarktservice (AMS) Scheibbs zur Jobsuche registriert, davon 349 Frauen und 391 Männer. Das bedeutet einen Anstieg um 121 Betroffene, oder 19,54 Prozent, im Vergleich zum Oktober. Gleichzeitig liegt dieser Wert um 180 Personen, beziehungsweise 32,1 Prozent, über dem November-Wert des Vorjahres. „Seit dem Höhepunkt der Corona-Krise im April sank die Arbeitslosigkeit im Bezirk Scheibbs bis Oktober kontinuierlich. Ab November steigt die Zahl der Arbeitslosen aber wegen des Lockdowns und aus saisonalen Gründen wieder stärker an“, erklärt der Scheibbser AMS-Leiter Sepp Musil.

88 Prozent mehr Arbeitslose im Tourismusbereich

Insbesondere im Fremdenverkehr sei der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit wieder sichtbar. So waren hier Musil zufolge Ende November mit 94 Arbeitslosen um 44 Personen, oder 88 Prozent, mehr gemeldet als im November 2019. Zudem sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat unter den Personen mit Lehrabschluss (plus 69 Arbeitslose) und Pflichtschulabsolventen (plus 45 arbeitslos Gemeldete) stark gestiegen.

Arbeitsmarkt weiterhin dynamisch

„Die Botschaft, die uns als AMS derzeit am Wichtigsten ist: Trotz der tiefen Krise ist die Dynamik am regionalen Arbeitsmarkt durchaus rege“, betont der AMS-Chef. So konnten allein im November 98 Personen ihre Arbeitslosigkeit mit einer Beschäftigungsaufnahme beenden. 129 offene Stellen wurden zudem neu dem AMS gemeldet.

Heuer deutlich mehr Arbeitsaufnahmen

Aufs bisherige Jahr gesehen übersteige die Zahl der Arbeitsaufnahmen den Vorjahreswert sogar deutlich, berichtet Musil. Natürlich auch deshalb, weil insgesamt mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen waren. „2.580 Arbeitsaufnahmen bei uns im Bezirk, um 531 mehr als im Vorjahr, zeigen aber, dass es auch mitten in der Krise viele Wege aus der Arbeitslosigkeit gibt“, resümiert Musil.


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