Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WIESELBURG. Am Technologie- und Forschungszentrum Wieselburg (TFZ) wurde im Frühjahr 2020 ein Forschungslabor zur Energieerzeugung errichtet. Jetzt ziehen die Verantwortlichen eine zufriedene Bilanz. Bereits im ersten Jahr konnten dadurch die CO2-Emissionen um rund 18 Tonnen reduziert werden.

Zogen Bilanz: (v. l.) Klaus Nagelhofer (ecoplus), Michael Zellinger (BEST), VP-Bürgermeister Karl Gerstl (Wieselburg-Land), Franz Theuretzbacher (FH Campus Wieselburg), SP-Bürgermeister Josef Leitner ( Wieselburg) und Stefan Aigenbauer (BEST). Foto: Brandt

Am TFZ Wieselburg entstand ein so genanntes Microgrid – ein Energiesystem, das seinen Bedarf durch umweltfreundliche Technologien selbst decken kann. Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird, lautet dabei die Devise. Im Forschungslabor in Wieselburg wurden dazu bestehende Technologien wie Hackgutkessel, Wärmepumpe und thermische Speicher mit Photovoltaikanlagen und Ladesäulen für E-Autos vernetzt.

So funktioniert das Projekt

Bei dem Projekt geht es primär um den Austausch von Energie. Die Stadtgemeinde Wieselburg verpachtet auf der einen Seite die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Feuerwehrhauses an das TFZ Wieselburg-Land und sorgt damit für die Stromlieferung. Im Gegenzug liefert das TFZ den gesamten Wärmebedarf für das neue Feuerwehrhaus mittels einer Hackgutheizung.

Zahlreiche Beteiligte

Hinter dem Microgrid steht eine Kooperation der Firma BEST Bioenergy und Sustainable Technologies GmbH mit Stanort in Wieselburg mit dem Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt sowie den Gemeinden Wieselburg und Wieselburg-Land. Eine internationale zehnköpfige Forschungsgruppe unter der wissenschaftlichen Leitung von Michael Stadler (BEST) arbeitet im TFZ Wieselburg an der Weiterentwicklung des Projekts.

„Enormer technologischer Vorsprung“

„Dieses ganzheitliche Forschungslabor ist weltweit einzigartig und garantiert der Region und unseren Partnern einen enormen technologischen Vorsprung und ermöglicht internationale Kooperationen, die sonst nicht denkbar wären. Universitäten und Technologieanbieter aus den USA und Deutschland wollen mit uns in Wieselburg arbeiten und kooperieren“, berichtet Stadler.

Beachtliche Ergebnisse

Erste Ergebnisse liegen nun vor. Allein durch die Einbindung der Photovoltaikanlage und des Batteriespeichers in das Microgrid konnte ein Eigennutzungsgrad von 97 Prozent erreicht werden. „Fast der gesamte Strom wird hier erzeugt und verbraucht“, verdeutlicht Projektmanager Stefan Aigenbauer. Die CO2-Emissionen reduzierten sich um 18 Tonnen.

Beitrag zum Klimaschutz

Laut Wieselburgs Stadtchef Josef Leitner leistet das Microgrid-Projekt einen aktiven Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Es handele sich hierbei um einen Teil eines Maßnahmenbündels, welches die Stadt gesetzt habe. „Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wir haben aufs richtige Pferd gesetzt, denn das Thema ist auch in Zukunft wichtig“, bekräftigt Bürgermeister Karl Gerstl aus Wieselburg-Land.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden