Schreckgespenst Demenz: Warum es schadet, aus Scham zu schweigen
SCHÖNAU. Mehr als 130.000 Österreicher leben heute mit Demenz. Viele verschweigen aus Scham über ihre nachlassende Gedächtnisleistung ihre Erkrankung. Auf Einladung der Zeitbank 55+ Mühlviertler Alm schildert eine Expertin, dass dabei wertvolle Chancen vergeben werden.

„Betroffene gehen zu spät zum Arzt, Angehörige ziehen sich oft zurück“, weiß Rosa Handlbauer von der Demenservicestelle Pregarten der MAS-Alzheimerhilfe. Letztlich mache dieser Rückzug das Leben beider noch schwerer, als es ohnehin schon sei. Wer sich Sorgen um seine Gedächtnisleistung macht, kann zur Früherkennung eine psychologische Abklärung vornehmen lassen. Dabei helfen die Demenz-Experten, alterstypische Gedächtnisprobleme oder auch andere Ursachen wie Stress oder Depressionen, von einer beginnenden Demenz abzugrenzen. Handlbauer: „Ein früher Trainingsbeginn ist optimal, denn dadurch werden Selbstständigkeit und kognitive Fähigkeiten länger erhalten.“ Die Alzheimer-Krankheit sei zwar noch nicht heilbar, aber es könne gelingen, die Krankheit durch frühe Diagnose und Therapie zu verzögern.Dadurch kann schwierigen Verhaltensweisen entgegengewirkt werden, die Angehörigen werden entlastet. Weitere Informationen über Vorbeugung, Anzeichen, Krankheitsverlauf und Unterstützungsmöglichkeiten bei Demenz gibt Rosa Handlbauer bei ihrem Vortrag als Gast der Zeitbank 55+ Mühlviertler Alm.
Vortrag: „Demenz als persönliche und sozialpolitische Herausforderung“ Mittwoch, 30. März 2016
18.30 Uhr, Pfarrsaal Schönau


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden