Südsudan – der steinige Weg zu Frieden und Entwicklung
SCHREMS. Der jüngste Staat Afrikas ist vielen Menschen – wenn überhaupt – nur aus den Nachrichten bekannt. Am Dienstag, 18. Februar, 17 Uhr ist Hans Rauscher im GEA Hotel zur Sonne zu Gast. Rauscher unterstützt mit seinem Verein „ProSudan“ seit vielen Jahren Projekte in diesem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land und kennt den im Aufbruch befindlichen Staat sehr gut.

Nach dem 50 Jahre dauernden Unabhängigkeitskrieg vom arabischen Nordsudan, der mit dem Friedensabkommen von 2005 endete, erlangte der schwarzafrikanisch ausgerichtete Südsudan 2011 die Unabhängigkeit. Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit entbrannte auch im jungen Staat Südsudan ein heftiger „Bürgerkrieg“ zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir Mayardit und dessen Vizepräsidenten Riek Machar, der auf alte Rivalitäten aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges zurückgeht, und in dem in dem es um politische Macht, Ressourcen und vor allem die Bedienung der hinter den beiden stehenden politischen Stammes-Eliten geht. Unter der einfachen Bevölkerung herrscht große Friedenssehnsucht und auch die aktive Bereitschaft, sich zu engagieren. Das stimmt hoffnungsvoll. Die Veränderung wird vor allem von den Frauen und den „Graswurzel“-Gemeinschaften kommen. Die Bereiche Frauenförderung, Bildung, Berufsbildung und Landwirtschaft sind die Basisbereiche, wo man ansetzen muss, um eine nachhaltige Veränderung zum Frieden im Land zu erreichen.
In diesen Bereichen engagiert sich der Verein ProSudan. ProSudan ist nicht selbst im Land als Organisation, sondern unterstützt seine Projektpartner finanziell, die selbständig ihre Entwicklungsarbeit vor Ort planen und durchführen müssen. Daher ist der Leitsatz des Vereins aus Desselbrunn: „Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne nachhaltiger Verbesserung der Lebenssituation der Menschen vor Ort.“
Auch die Waldviertler Werkstätten unterstützen die Bemühungen der ortsansässigen Bevölkerung, vor allem im Bereich der Landwirtschaft und im Bildungssektor. „Solidarität ist eine der Grundkomponenten der Gesellschaft. Mit unseren Spenden zeigen wir den Menschen vor Ort, dass sie mit ihren Schwierigkeiten und dem vielen Leid nicht von uns vergessen werden“, so Heini Staudinger.
Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter veranstaltungen@gea.at wird erbeten.


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