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LANGSCHWARZA. Rund 400 Teilnehmer der niederösterreichischen Landeskonferenz der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) wählten am 22. März 2018 in St. Pölten OMV-Betriebsrat Roman Gössinger zum neuen Landesvorsitzenden. Der 46-Jährige aus Trumau wurde 2009 Betriebsrat und absolvierte 2015 erfolgreich die BetriebsrätInnen-Akademie. AK-Kammerrat Werner Müller (45) aus Langschwarza wurde zum Landesvorsitzenden-Stellvertreter gewählt. Müller ist seit 1992 Betriebsrats-Mitglied, seit 2012 Zentral-Betriebsratsvorsitzender und Aufsichtsrat der Firma EATON in Schrems.

V.l.: AKNÖ-Präsident Markus Wieser, PROGE-Landessekretär Patrick Slacik, Kontrollvorsitzender Rene Schmid (AGRANA), Gerald Kolinsky (KBA), Werner Müller, Johannes Weidinger (Jungbunzlauer), PROGE-Budnesvorsitzender Rainer Wimmer, Josef Indra (Neumann Aluminium), Andrea Schremser (Huyck-Wagner), Manfred Mairhofer (Brau-Union) und PROGE-Landesvorsitzender Roman Gössinger.

Die niederösterreichischen Gewerkschafter beschlossen zahlreiche Anträge für den im Juni stattfindenden Gewerkschaftstag der PRO-GE. Unter anderem fordern sie eine Senkung der derzeitigen Freistellungsgrenzen für BetriebsrätInnen und einen Kündigungsschutz für ErsatzbetriebsrätInnen. Es braucht aus Sicht der PRO-GE NÖ klare Verbesserungen für die Erreichung der sechsten Urlaubswoche sowie eine generelle Verkürzung der Normalarbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche. „Die letzte Arbeitszeitnovelle liegt mittlerweile 42 Jahre zurück. Im Jahr 1975 wurde die 40-Stunden-Woche eingeführt. Es wäre an der Zeit, wieder eine Arbeitszeitverkürzung für die Beschäftigten in Österreich zu erreichen“, erklärte Gössinger.

„Anliegen der Beschäftigten vertreten“

Werner Müller betonte, dass starke Gewerkschaften wichtiger sind denn je. Wir sind gemeinsam mit der AK die einzigen, die wirklich die Anliegen der Beschäftigten vertreten. „Diese Erkenntnis setzt sich jetzt wieder vermehrt bei den Arbeitnehmer durch – ein Mitgliederplus bei der PROGE von über 4.000 im Vorjahr ist ein klarer Auftrag für uns!“, so Müller.

Kritik an neuer Bundesregierung

PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer übte bei der Landeskonferenz massive Kritik an der Bundesregierung. „Die Regierung plant einen budgetären Kahlschlag im Arbeitsmarkt- und Sozialbereich. Das ist kein Sparen im System, das ist Sparen an den Menschen“, stellte Wimmer klar. Unter anderem führte der Bundesvorsitzende Verschlechterungen bei der Altersteilzeit, das Streichen der Aktion 20.000, die Kürzungen bei den Mitteln für aktive Arbeitsmarktpolitik und das angekündigte Ende der Notstandshilfe an. Dies treffe besonders ältere Arbeitnehmer bzw. Arbeitsuchende. Die Regierung spare aber auch bei den Lehrlingen, denn die überbetriebliche Lehrausbildung, durch die viele Jugendliche eine Chance auf eine Berufsausbildung erhalten, ist ebenso gefährdet.

Die PRO-GE vertritt in Niederösterreich rund 45.700 Mitglieder und unterstützt 1.700 Betriebsräte bei ihrer Arbeit in den Betrieben.


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