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Schutz für 60 Häuser: Neue Projekte bändigen in Schwertberg künftig die Wassermassen

Markus Hochgatterer, 12.02.2019 16:45

SCHWERTBERG. Im Bereich Poneggen, wo im Sommer 2016 bei schweren Unwettern noch 1.200 Liter Regenwasser pro Sekunde und Quadratmeter für massive Schäden an Objekten sorgten, sollen Bewohner künftig auch bei Extrem-Ereignissen ruhig schlafen können. 

  1 / 2   Max Oberleitner und das Team der Gemeinde leisteten in den vergangenen Monaten intensive Vorarbeit für neue Hangwasserschutz-Projekte. Foto: Hochgatterer

Geht es nach den ambitionierten Plänen der Gemeinde wird sich die Abflussmenge bei Umsetzung aller Vorhaben auf rund 100 Liter pro Sekunde reduzieren. Die Entschärfung wird durch ein Bündel von Maßnahmen – einem Mix aus Rückhaltebecken, Erweiterungen bei Durchflüssen und Ausleitungskanälen – erreicht. Nach bereits erfolgten Maßnahmen wie dem Ausbau des Rückhaltebeckens Poneggenbach – Tips berichtete im Herbst 2018 – werden nun die nächsten Schritte gesetzt.

1,1 Millionen fließen in Retentionsmaßnahmen

So gab es im Jänner seitens der zuständigen Behörden „Grünes Licht“ für Retentionsmaßnahmen bei der Liegenschaft „Lesterl“. Ein bestehender Fußweg von Doppl bis zur Reitbergstraße wird leicht erhöht, um das Hangwasser über zwei in Kaskadenform angelegte Rückhaltebecken dann in ein rund 3.200 Quadratmeter großes Staubecken zu leiten. Für die Umsetzung des Schutzprojektes in der Dimension von 1,1 Millionen Euro ist der Gewässerbezirk Linz verantwortlich. Bevor die tatsächlichen Arbeiten starten, gilt es noch auf eine endgültige Förderzusage vom Bund zu warten. „Nach dem positiven behördlichen Bescheid hoffen wir nun auch, dass das Förder-Prüfverfahren positiv verläuft, damit wir heuer im Sommer das Projekt starten können“, so Bürgermeister Max Oberleitner. Ebenfalls verbessert wird im Laufe des Jahres die Oberlächenentwässerung in den Ortsteilen Winden und Broat'n. Garantieren wird dies je ein Schlammabsatzbecken, sowie neue Kanäle. „Die Ausschreibung für die Umsetzung erfolgt im Frühjahr. Für diese beiden Projekte sind insgesamt über 410.000 Euro veranschlagt“, erklärt Ortschef Oberleitner.

Bisherige Maßnahmen haben gefruchtet

Dass bald im gesamten Gemeindegebiet Entspannung herrscht, ist für den Politiker realistisch: „Jede größere aber auch kleinere Maßnahme, die wir bereits im vergangenen Jahr gesetzt haben, hat gefruchtet. Bei stärkeren Regenfällen gab es in vormaligen Problem Hot-Spots zuletzt keine größeren Überschwemmungen. Unsere Anstrengungen und die vielen Arbeitsstunden, die vom Gemeindeteam geleistet werden, zahlen sich aus.“

Wirtschaftliche Lage der Gemeinde begünstigt Investitionen 

Die gute wirtschaftliche Lage der Marktgemeinde – das Jahr 2018 war laut Angaben Oberleitners aus budgetärer Sicht das beste in der Geschichte – ermöglichen heuer einen Investitionsspielraum von rund drei Millionen. Neben der Erweiterung des Caritas-Kindergartens, der Bauarbeiten beim neuen ASZ oder dem Breitbandausbau liegt der Fokus auf dem Hangwasserschutz.


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