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SIERNING. Bürgermeister Manfred Kalchmair spricht im Interview über die geplante Baurestmassendeponie, das umgestaltete Zentrum und die Kinderbetreuung in der Marktgemeinde.

Manfred Kalchmair Foto: Marktgemeinde Sierning
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Tips: Die geplante Deponie für Baureststoffe in der ehemaligen Krennhuber-Schottergrube hat in den letzten Wochen für Diskussionsstoff gesorgt.

Manfred Kalchmair: Die von der Firma Hasenöhrl geplante Baurestmassendeponie hat bei vielen Bürgern die Sorge um das Wohl ihrer Kinder und Enkelkinder ausgelöst. Obwohl die Firma bemüht war, konnten viele Zweifel nicht ausgeräumt werden. Die größten Sorgen gelten der Belastung durch Lärm und Staub und der geplanten Einlagerung von Asbestzement. Ebenfalls zu Kritik führt die Behandlung der Sickerwässer. Die Marktgemeinde hat in ihrer ablehnenden Stellungnahme zum Projekt auch das Thema Verkehr angesprochen und entsprechende Gutachten verlangt.

Wie geht es weiter?

Manfred Kalchmair: Demnächst wird es einen Termin mit Landesrat Anschober geben. Im Herbst folgt eine weitere Verhandlungsrunde, in der die Luftreinhaltung das Hauptthema sein wird. Auch die naturschutzrechtliche Verhandlung muss noch erledigt werden. Aus Sicht der Bürgerinitiative, die bereits mehr als 1.000 Unterschriften gesammelt hat, und der Marktgemeinde Sierning ist die Errichtung einer Baurestmassendeponie im Abstand von 100 Metern zu einem großen Siedlungsgebiet ein denkbar ungünstiger Standort, der abzulehnen ist.

Das Sierninger Zentrum wurde aufwändig umgestaltet. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Manfred Kalchmair: Seitens der Bevölkerung wurde immer wieder der Wunsch geäußert, den Platz zwischen Kirche, Schloss, Pfarrheim und Gemeinde so zu gestalten, dass er als Einheit erscheint. In einem intensiven Beteiligungsprozess wurde mit einem Verkehrsplaner und der Bevölkerung ein Projekt gestaltet. In den letzten Wochen wurde dieses nun von den Baufirmen umgesetzt. Entstanden ist ein Platz mit zusätzlichen Bäumen, Ruhebänken und einem neuen Brunnen direkt vor Gemeindeamt und Schloss. Der gesamte Platz ist barrierefrei und als Begegnungszone gestaltet. In diesem Bereich haben die Fußgänger Vorrang!

Wie wird die neue Begegnungszone angenommen?

Manfred Kalchmair: Eine so grundsätzliche Verkehrsmaßnahme wie die Einrichtung einer Begegnungszone ist immer eine Herausforderung. Nach der Fertigstellung der Steyrerstraße und des Bereiches rund um das Schloss Sierning ist auch der Bereich der Begegnungszone nun abgegrenzt. Das hat im Vorjahr noch zu einiger Verwirrung geführt. Im Herbst werden die Grenzen der Begegnungszone dann eindeutig sein. Wir haben viel Lob für die Gestaltung, vor allem von jungen Familien und älteren Mitbürgern, erhalten.

Die Lebensqualität ist ein wichtiger Punkt. Wie sieht es mit der Kinderbetreuung aus?

Manfred Kalchmair: Durch zwei geburtenstarke Jahrgänge kam es heuer zu einem Engpass. Seitens der Marktgemeinde haben wir mit unseren Partnerinnen von den Caritaskindergärten die Herausforderung mit einigen Maßnahmen bewältigt. Im Kindergarten Sierning wird es im Herbst eine neue Kindergartengruppe geben und mit diesen zusätzlichen Plätzen wird es im Herbst möglich sein, eine Vollversorgung zu erreichen. Auch deshalb, weil wir in Einzelfällen mit Nachbargemeinden kooperieren.

Warum ist Sierning nicht Teil des neuen Tourismusverbandes Steyr und die Nationalpark-Region?

Manfred Kalchmair: Sierning ist keine typische Tourismusgemeinde und hat in den letzten Jahren mit dem Tourismusverband vor allem Ortsmarketing für die eigene Bevölkerung betrieben. In einem mehrgemeindigen Tourismusverband wären viele dieser Aktivitäten nicht mehr möglich gewesen. Wir werden aber weiter bestimmte Kooperationen in der Region unterstützen und gemeinsam mit Nachbargemeinden Projekte um- setzen.


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