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Grenzregion wird erstmals zum Schauplatz für Festival der Regionen

Sabrina Antlinger, 02.04.2024 09:10

BRAUNAU/SIMBACH. Im Juni 2025 wird das Innviertel zum ersten Mal Austragungsort für das Festival der Regionen, das unter dem Thema „Realistische Träume“ steht. Von 13. bis 22. Juni 2025 werden Braunau als auch Simbach die Hauptschauplätze des Festivals sein. Noch bis 30. April können regionale, überregionale und internationale Projekte für das Event eingereicht werden.

Projekt N Onsite von Susanna Melem und Severin Standhartinger (Foto: www.florafellner.at)
photo_library Projekt N Onsite von Susanna Melem und Severin Standhartinger (Foto: www.florafellner.at)

Alle zwei Jahre bespielt das Festival der Regionen eine andere Region in Oberösterreich. Seit Gründung im Jahr 1993 war es zwar immer wieder mal mit einzelnen Projekten im Innviertel zu Gast, 2025 wird es aber nun erstmals zur richtigen Festivalregion – mit Hauptort Braunau und auch Brückenschlag zu Simbach. Das Festival ist ein Ort der künstlerischen Innovation und des sozialen Engagements. Dieses Mal setzt es sich mit dem allgegenwärtigen Gefühl der Ungewissheit auseinander und sucht unter dem Motto „Realistische Träume“ nach neuen Narrativen und Utopien.

Horizont erweitern

Fina Esslinger, Obfrau des Festivals der Regionen, beschreibt das Thema „Realistische Träume“ als Spiegel unserer tiefsten Ängste und Wünsche, die eine Gelegenheit bieten, unsere Wahrnehmung zu erweitern und neue Einblicke zu gewinnen. Braunau als Festivalort bietet eine symbolträchtige Kulisse für die Erkundung dieser „Realistischen Träume“. Die Stadt, die an der deutschen Grenze liegt, verbindet eine reiche historische Vergangenheit mit einer lebendigen Gegenwart. Es geht darum, über das häufig von Außenstehenden wahrgenommene Bild von Braunau, das oft durch das Hitler-Geburtshaus geprägt ist, hinauszuschauen.

Brücken schlagen

Es sei eine große Ehre und Freude, das Festival 2025 begleiten zu dürfen, freut sich Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher, der gleichzeitig Grüße vom Simbacher Bürgermeister Klaus Schmid ausrichtet. Denn auch der Nachbarort wird in das Festival miteingebunden. „Für uns als Region Braunau/Simbach ist das Festival eine Chance. Gemeinsam mit unseren bayerischen Freunden wollen wir zeigen, wie das große Friedensprojekt Europa funktionieren kann und soll“, freut sich Waidbacher.

Einreichungen jeder Art

Regionale, überregionale und internationale Kunstschaffende, Kulturinitiativen und Menschen mit kulturellem, sozialen und politischem Engagement sind eingeladen, Projekte einzureichen. Gefördert werden Projekte aller Kunstsparten und Disziplinen, Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe werden großgeschrieben. Die Vision sei ein „Zusammenkommen von Themen von vielen für viele, eine positive Vision zur Zukunft zu finden, dabei nicht die Vergangenheit zu vergessen“, erläutert Mieze Medusa. Die Autorin, Rapperin und Poetry Slamerin ist Mitglied des fünfköpfigen Programmboards. An interessierte Einreichende richtet sie aus: „Drei Schritte um das Thema ‚Realistische Träume‘ herumzumachen, kann sehr spannend sein.“ Auch Festival-Geschäftsführer Otto Tremetzberger ist es ein Anliegen, über den Tellerrand hinauszublicken: „Das Festival war nie ein klassisches Kunstfestival, immer schon eine eigene Gattung. Was will das Festival: Eine Region anhand der Melodie ihrer eigenen Widersprüche zum Tanzen bringen.“

Lokalaugenschein und Anmeldung

Am 5. April findet außerdem ein Lokalaugenschein für Interessierte und Einreichende in Braunau statt. Abgabeschluss für Projektideen ist am 30. April. Das für das Programm zuständige Team wird bis Ende Juni 2024 die Projekte auswählen.

Alle Infos und Einreichformular gibt es HIER

Ansprechperson für Fragen: Ulla Steyrleuthner (ulla.steyrleuthner@fdr.at)


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