Man trifft sich in der Weißmühle
SIMBACH. Eine lange Tradition hat die Weißmühle bei Stubenberg aufzuweisen. Viel rührte sich in der Mühle, der Kegelbahn und im Gasthaus. Jetzt kann man hier privat feiern.

Wenn die heutigen Besitzer Dieter und Anna Taubenböck in den alten Unterlagen forschen und sich an Erzählungen und Erlebnisse der letzten Jahrzehnte erinnern, dann kommt schon etwas Wehmut auf, denn die Weißmühle war einst ein lebhafter Treffpunkt und wichtige Anlaufstelle für die Landwirte und Bevölkerung rund um Stubenberg.
Lange Geschichte
Schon im Mittelalter drehten sich die Mühlsteine, angetrieben vom Wasserrad und später einer Turbine. Es wurde Mehl gemahlen und auch ein Sägewerk angetrieben. Bis in die 1980er Jahre lief die Mühle. Um die Jahrhundertwende etwa 1880 kam später das heutige Hauptgebäude mit Gastwirtschaft dazu. Um 1900 dann die hölzerne Kegelbahn, die auch heute noch funktionsfähig ist. Sogar ein Karpfenweiher gehörte zur Weißmühle und als Milchsammelstelle war sie Anlaufstelle für eine Käserei. Legendär sind die Stammtische der alten „Muina“-Geschwister Sepp und Irma Roßmeier, die bis 2018 ausgedehnte Abende mitmachten.
Entspannte Nutzungsmöglichkeit
Die Taubenböcks haben in den letzten Jahren restauriert und freuten sich, dass sie eine Pächterin gefunden hatten, die auch den schönen Wirtsgarten betrieb. Doch die Coronazeit brachte alles zum Erliegen. Wer allerdings für seine private Feier, für eine Vereinsveranstaltung oder ähnliches eine passende Örtlichkeit sucht, der kann die Weißmühle gegen einen kleinen Obolus buchen und seine Gäste selbst bewirten. Urig feiern ist hier kein Problem.


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