Viel Spaß mit Vogelgezwitscher
SONNTAGBERG. Das Orgelmittagkonzert von Caroline Atschreiter an der Orgel und Marion Wallner auf der Blockflöte brachte heitere Musikstücke mit viel Vogelgezwitscher und Vogelgesängen. Und so konnte das Publikum in der Basilika eine musikalisch humorvolle halbe Stunde genießen.

Es begann mit der Toccata con lo Scherzo del Cucu, also mit dem Kuckuckskonzert von B. Pasquine. In diesem Werk hört man den Kuckucksruf in allen Lagen, in allen Höhen und Tiefen und zum Schluss hin verdichtet sich das Stück in ein wahres musikalisches Kuckucksgeschrei. Im Concerto „Il Gardellino“ von A. Vivaldi gaben sich die Orgel und die Blockflöte in der Nachahmung von Vogelstimmen voll Intensität und musikalisch ungemein reizvoll gegenseitig die Melodien weiter. Im zweiten gefühlvollen, langsamen Satz kam die Blockflöte der Marion Wallner herrlich zum Klingen. Sie hatte einen warmen, geradezu inbrünstigen Ton, der zu Herzen ging. Temperamentvoll der dritte Satz mit herrlichem turbulentem Vogelgezwitscher. Das Vogelgezwitscher im kunstvollen modernen Stück für Blockflöte allein von A. Dorwarth war ein Auskosten der musikalischen Möglichkeiten der Blockflöte.
Turbulent und besinnlich zugleich
Am Schluss setzte Caroline Atschreiter ein Werk von K. Estermann, einem Zeitgenossen „A fansye“. In gemäßigter moderner Tonalität wird hier in turbulenter Art und Weise prächtig und dann wieder besinnlich, schließlich in großer Pleno-Auseinandersetzung immer wieder das Vogelkonzert angesprochen und zu einem triumphalen Ende geführt. Das begeisterte zahlreiche Publikum erklatschte eine Zugabe und zwar den reizvollen Satz Morgenstimmung aus der Peer-Gynt-Suite von E. Grieg, wieder mit viel Vogelgezwitscher.


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