Orgelmittag mit Walter Zambal: stimmig – packend – berührend
SONNTAGBERG. Walter Zambal als Organist und das Vokalensemble „uni-sono“ gaben dem Orgelmittagkonzert am Sonntag, 19. Juli 2020, das Motto „Romantische Kontraste italienisch – französisch. Das Programm war damit vorgezeichnet und bot einen bunten, abwechslungsreichen Reigen verschiedenster Komponisten mit allesamt ansprechender Musik. (Rezension Dr. Peter Bubenik)

Der Chor begann mit den mächtigen Akkorden der Fanfare aus C. Monteverdis Marienvesper und setzte fort mit himmlischen Tönen der Soprane im Werk von G. Faure „In Paradisum“. Dieses Werk war eine einzige Verzauberung, verträumt, erdentrückt und einfach paradiesisch. Das dichte Singen setzte sich fort in M. Durufles „Ubi caritas et amor“. Ausgewogen im Chorklang, bezaubernd in Tongebung und Ausdruck. Wunderbar auch die Abstufung zwischen forte und piano.
Leuchtende Harmonien
Nach einem kecken und heiteren Madrigale von C. Monteverdi, in welchem der Vogelgesang nachgezeichnet wurde, badete der Chor nochmals in leuchtenden Harmonien und versank dann im Pianissimo-Abschluss des bemerkenswerten „Earth Song“ von F. P. Ticheli, einem Zeitgenossen.
Prachtvoller Orgelklang
Die Orgel kam zu Wort mit prachtvollem Klang im „Grand Choeur“ von A. Chauvet und im bezaubernden, melodiösen „Schwan“ von C. Saint-Saens. Im prunkvollen Offertoire von F. Couperin konnte sich Walter Zambal so recht austoben zwischen dezentem, ziseliertem Rauschen des Orgelklanges und mächtigem Aufbrausen. In A. Vivaldis Concerto in G war lebendiges Musizieren angesagt. Die Orgelstimmen zeichneten transparent die Violinstimme nach und der Organist ließ die Lebendigkeit und Verspieltheit Vivaldischer konzertanter Stimmführung so richtig erklingen.
In memoriam Vivaldi
Als Schlussstück erklang eine Komposition von Walter Zambal, das Concerto in memoriam Antonio Vivaldi. Es ist dies ein Werk voll Leben und Bewegung. Ganz den Charakter der Musik Vivaldis beibehaltend erlebte man die Musik Vivaldis in der Tonsprache des Walter Zambal. Temporeich, rasant und spritzig führte das Werk zum temperamentvollen Schluss. Überwältigender Applaus des zahlreichen Publikums – die Basilika war voll besetzt – dankte den Künstlern, die in einer Draufgabe ein Geburtstagsständchen anschlossen für das Geburtstagskind Walter Zambal.
Orgelmittag am 26. Juli lockt mit buntem Programm
Am Sonntag,26. Juli 2020, werden Fritz Putzer an der Orgel und die Sopranistin Sonja Müller-Kloimwieder die Zuhörer in der Basilika Sonntagberg beim Orgelmittagkonzert von 12 Uhr bis 12.30 Uhr mit einem interessanten, heiteren Programm verwöhnen. Während Fritz Putzer an der Orgel mit H. Purcell und J. S. Bach erfreut, hat sich Sonja Müller-Kloimwieder J. Haydn sowie F. Schubert ausgewählt. Beethoven wird zu seinem 250. Geburtstag mit „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ gedacht.


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