Felssturz riss Teile der Fahrbahn und die Bushaltestelle mit
SONNTAGBERG. Gestern Vormittag stürzte in Böhlerwerk in der Marktgemeinde Sonntagberg auf Höhe der Theodor-Körner-Hof-Siedlung ein Überhang in die Tiefe und riss Teile der Fahrbahn (LH 88) sowie eine Bushaltestelle mit.

Auf rund 100 Metern Länge rutschte Erdmaterial in Richtung Ybbs und verschüttete eine darunterliegende Firmenzufahrtsstraße. Laut Augenzeugenberichten befand sich zum Zeitpunkt des Felssturzes keine Personen in der Nähe der Gefahrenstelle. Dennoch forderten Rotes Kreuz und Landesfeuerwehrverband eine Hundestaffel an, um sicherzugehen, dass tatsächlich keine Opfer verschüttet worden sind. Noch am Nachmittag desselben Tages konnte die Suche – zum Glück ergebnislos – eingestellt werden. Bis zum Abend war die Landesstraße gänzlich gesperrt. Nachdem Entwarnung hinsichtlich Nachrutschungen gegeben werden konnte, wurde um 20 Uhr eine Fahrbahn mit Einbahnregelung über das Gasthaus Rustica freigegeben.
Zum Glück keine Verletzten
Warum es zu dieser Rutschung gekommen ist. wird nun vom geologischen Dienst des Landes geprüft. ÖVP-Bürgermeister Thomas Raidl dazu: „Das Wichtigste ist, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Der geologische Dienst konnte auch schon bestätigen, dass für das unmittelbare Umfeld keine weitere Gefahr besteht. Wir müssen aber den Prüfungsabschluss abwarten, bevor allfällige Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden können.“ Gespräche darüber sowie die Sanierungsfinanzierung werden seitens der Gemeinde, die für die Nebenanlagen wie Gehsteig und Bushaltestelle verantwortlich zeichnet, bereits mit den weiteren Zuständigen (Land Niederösterreich und Firma voestalpine) geführt. „Derartige Überhänge finden sich entlang des Ybbsufers zwischen Kematen und Waidhofen einige“, zeigt sich Raidl besorgt. „Das kann leider jederzeit woanders auch passieren.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden