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SONNTAGBERG. Die Fairtrade-Gemeinde Sonntagberg lud in die Neue Mittelschule zu einem Workshop-Tag mit dem entwicklungspolitischen Verein Südwind zum Thema „Palmöl in aller Munde“ ein.

In der NMS Rosenau begab man sich auf Spurensuche zum Thema Palmöl. Foto: NMS Rosenau
In der NMS Rosenau begab man sich auf Spurensuche zum Thema Palmöl. Foto: NMS Rosenau

Palmöl ist buchstäblich in aller Munde: Als eine der ertragsreichsten und kostengünstigsten Nutzpflanzen eroberte Palmöl die Supermärkte und findet sich heute in jedem zweiten Supermarktprodukt, aber auch im Bio-Sprit wieder. Oft sind den Konsumenten die katastrophalen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Palmölgewinnung in den Anbauländern nicht bekannt. 

Letzte Urwälder der Erde bedroht

In Indonesien und Malaysia, wo mehr als 80 Prozent der weltweiten Palmöls produziert werden, kommt es nicht nur zu massiver Lebensraumvernichtung, sondern auch zu Menschenrechtsverletzungen und Landraub. Die ständig steigende Nachfrage nach dem billigen Öl bedroht die letzten Urwälder der Erde.

Auf Spurensuche

Mit Material zum Riechen und Anfassen machten sich die Workshop-Teilnehmer auf zu einer Spurensuche, um wichtige Fragen zu klären: Warum essen wir den Regenwald? Wie lässt sich Palmöl vermeiden? Welche Alternativen gibt es zu Nuss-Nougat-Creme und Waschmittel mit Palmöl? Wie können wir zu einer fairen und nachhaltigen Welternährung beitragen?

Wenn Herkunft nicht transparent, dann vermeiden

In den Workshops berichtete Katharina Kratochwill (Südwind Niederösterreich) von der Südwind-Recherchereise nach Indonesien und empfiehlt: „Wenn es keine Möglichkeit gibt, die Herkunft von Palmöl transparent nachzuvollziehen und sicher zu sein, dass dafür kein Regenwald abgeholzt wurde, rät Südwind dazu, Palmöl zu vermeiden. In den meisten Fällen fährt das auch zu einer gesünderen Ernährung, da Palmöl sich vor allem in Fertiggerichten versteckt.“ Den Jugendlichen wurde der Gütesiegelcheck von Südwind und Global 2000 vorgestellt, denn nicht auf alle Gütsiegel ist Verlass. Mit einem Warenkorb konnte im Workshop gleich untersucht werden, in welchen Produkten Palmöl steckt und was sich hinter den Lebensmittelkennzeichnungen verbirgt.


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