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SONNTAGBERG. In zehn Jahren soll eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Transformation geschaffen sein für eine zukunftsfähige Welt. Das ist ambitioniert – und deshalb muss heute damit begonnen werden. 

Schüler der Volksschule Böhlerwerk machen mit einem Schildermeer mobil in Sachen Klimaschutz. Foto: VS Böhlerwerk

Darum forderten Bürger aus Böhlerwerk und Schüler der VS Böhlerwerk am 29. Mai 2020 gemeinsam mit unzähligen Menschen weltweit einen Umbau der Wirtschaft. „Wir fordern, dass die staatlichen Rettungsgelder intelligent und klimagerecht investiert werden sollen,“ so Organisatorin Martina Schauer. Die Subventionen fossiler Energieträger sollen laut Aktivisten umgehend gestoppt werden. Sie fordern, dass unser aller Steuergeld in eine zukunftsfähige Mobilität und erneuerbare Energiegewinnung investiert werden soll.

Schildermeer mit Forderungen

Die Schüler der VS Böhlerwerk haben für das Schildermeer selbstständig Schilder angefertigt mit Forderungen an den Bundeskanzler und die Bundesregierung. Aufschriften wie „Rettet die Meeresbewohner“, „Mein Tipp: Verschmutze nicht die Umwelt“ oder „Schmeißt keinen Müll in die Natur und wascht euch die Hände“ (#fighteverycrisis) fanden sich auf den von den Schülern gestalteten Plakaten. Die Jüngsten unter uns haben es verstanden. Es braucht Zusammenhalt unter allen und es braucht eine mutige Wirtschafts- und Klimapolitik. Jetzt besteht die Möglichkeit, die Covid-19 bedingte Wirtschaftskrise und die Klimakrise mit denselben Mitteln zu bekämpfen. Mit vereinter Kraft und vorbildlicher politischer Arbeit ist es möglich, eine lebenswerte Welt für kommende Generationen zu erhalten.

Vorreiter Österreich

Die rasche Umsetzung von einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Anfang März war bewundernswert. Das zeigt, wie viel die österreichische (und die globale) Bevölkerung bereit ist, sich zu verändern, wenn politische Entscheidungsträger entschlossen und mit einer einheitlichen Kommunikationsstrategie vorgehen. Der Klimawandel ist die größte Krise, die die Menschheit bisher erlebt hat, und Österreich muss sich im Kampf gegen den Klimawandel als Vorreiter positionieren. Österreich muss den anderen EU-Staaten sowie der globalen Gemeinschaft zeigen, wo der Weg hingehen muss. „Lassen Sie uns alle ein Vorbild sein! Wir müssen und wir können der Welt zeigen, dass es einen Weg aus dieser Krise gibt!“, so die Organisatorinnen.

Green Deal der EU

Die Regierung muss sich einsetzen für einen wirksamen und finanzstarken Green Deal der EU um die Klimaerwärmung einzudämmen. Nur wenn alle Konjunkturprogramme gut ineinander greifen, können die Corona-Krise bewältigt und zugleich die Weichen gestellt werden, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. Um aus der derzeitigen Krise das Bestmögliche zu machen, müssen die Gelder in den naturverträglichen Ausbau sauberer, erneuerbarer Energien, in effiziente Energieverwendung bei Gebäuden und Industrie, in öffentliche Verkehrsmittel und in nachhaltige Landwirtschaft investiert werden. Berufsfelder, die sich durch einen geringen CO2-Ausstoß auszeichnen, wie Pflege, Bildung, Gesundheit und Kinderbetreuung sollten deutlich ausgebaut werden, die Entwicklung hin zu einer regionalen und kohlenstoffarmen Wirtschaft soll gefördert werden. Jetzt ist die Zeit, um die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft voranzutreiben.


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