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SONNTAGBERG. Nach den jeweiligen Berichten des Gemeindevorstandes präsentierte Hans Wagner bei  der vergangenen Gemeinderatssitzung den Energiebericht 2017.

Energiebeauftragter der Gemeinde Sonntagberg: Hans Wagner
Energiebeauftragter der Gemeinde Sonntagberg: Hans Wagner

Zufrieden zeigte er sich über die Verbrauchsentwicklungen bei Strom, Wärme und Wasser der 16 Gebäude, sieben Anlagen, Photovoltaikanlagen und des Fuhrparks der Gemeinde. Auffällig sei nur der Wärmeverbrauch im Kindergarten am Sonntagberg. Diesem müsse man unbedingt nachgehen. Eine weitere Empfehlung sprach der Energiebeauftragte hinsichtlich des Böhlerwerker Freibads aus, das als letzte Anlage noch mit Öl versorgt wird. „Raus aus dem Öl, sollte hier die Devise lauten“, so Wagner. Im Allgemeinen wies er darauf hin, dass alleine das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad eine Energieersparnis von sechs Prozent bringe. Angesichts der gemeindeeigenen Schulen, Kindergärten sowie Veranstaltungszentren ein bemerkenswerter Hinweis, um ohne große Einschnitte Kosten zu senken.

Sonntagberger nutzen den Verkehrsverbund gratis

Durch den Ankauf einer VOR-Jahreskarte seitens der Gemeinde steht den Gemeindebürgern ab Juni, spätestens Juli ein umweltfreundlicher Service zur Verfügung. Jeder Bürger mit Wohnsitz in der Gemeinde kann sich das Ticket gegen Vorreservierung (bis zu vier Wochen vor dem Fahrtermin möglich) kostenlos ausborgen. Wer sich das Ticket von der Gemeinde abholt, kann damit alle Linien im Verkehrsverbund Ost-Region gratis nutzen. Das Ticket gilt auf allen Bahn- und Buslinien sowie für alle U-Bahnen und Straßenbahnen (zum Beispiel in Wien). Ausgenommen sind der CAT, die Flughafen-Schnellverkehre, WESTbahn, RegioJet, Flixbus sowie touristische Angebote. Die Nutzung des Tickets ist pro Person auf zwei Mal im Monat und maximal zehn Mal im Jahr limitiert. Wird das Ticket nicht zeitgerecht an die Gemeinde rückerstattet, zahlt man eine Verzugsstrafe von 50 Euro, bei Verlust des Tickets 300 Euro.

EDV-Server, Tourismusfolder, Datenschutz

Einstimmig beschlossen wurde die Erneuerung des EDV-Servers (22.097 Euro netto) sowie der Ankauf von fünf  neuen Rechnern samt Ersatzprogrammen (7.736 Euro netto). Einigen konnte man sich auch auf die Adaptierung des  Tourismusfolders mit nun aktualisierten Wander- und Radwegen. Der Druckauftrag geht an die Firma Friedrich, die Kosten für 10.000 Stück belaufen sich auf 3240 Euro. Das am 25. Mai 2018 in Kraft tretende Gesetz zum personenbezogenen Datenschutz erfordert einen Datenschutzbeauftragten. Dieser ist zuständig für die Gemeinden in den Bezirken Amstetten, Melk und Scheibbs. Die anteiligen Kosten belaufen sich auf einmalig 1200 Euro und im Anschluss 600 Euro jährlich.

Unmut über Rechnungsabschluss bei SPÖ

Für Unmut sorgte aufseiten der SPÖ-Fraktion der Rechnungsabschluss 2017. Helmut Novak (gfGR) kritisierte, dass nicht das gesamte Konvolut zur Vorlage ausgedruckt und an jeden Gemeinderat übermittelt worden war.  Kasseverwalter Andreas Höllerer verwies auf den Umfang (rund 250 Seiten) und die elektronische Übermittlung des vollständigen Berichts. SPÖ-Gemeinderat Reinhard Gleiß wiederum zeigte sich verärgert über die zu kurzfristige Zustellung: „Der Bericht wurde am Donnerstag um 21.08 Uhr geschickt. Wie soll man den bis Montag durcharbeiten?“ Bürgermeister Raidl beendete die Diskussion schließlich: „Künftig werden wieder alle den Rechnungsabschluss in Schriftform erhalten.“ Zum Inhaltlichen: Dank eines verantwortungsvollen Umgangs mit den öffentlichen Geldern und der sehr guten Zusammenarbeit mit den Sanierungsreferenten des Landes NÖ konnte der Rechnungsabschluss 2017 auch heuer wieder ausgeglichen abgeschlossen werden. Nach Zuführungen von 38.000 Euro aus dem ordentlichen in den außerordentlichen Haushalt (unter anderen für Katastrophenschäden) ergab die Rechnung einen Überschuss von 880,26 Euro. Neben der günstigen Zinssituation halfen Mehreinnahmen etwa bei der Kommunalsteuer (Plus von 48.235 Euro) und Aufschließungsbeiträgen (Plus von 50.000 Euro) mit, Einnahmenseinbußen bei der Grundsteuer und den Ertragsanteilen sowie Mehrausgaben im Infrastrukturbereich (Straßenbau) auszugleichen. Trotz zahlreicher Investitionen 2017 konnte der Schuldenstand um 724.239 Euro auf 17.061.000 Euro gesenkt werden. Erfreulicherweise konnten die Gebührenhaushalte ausgeglichen gestaltet werden.


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