Kräuter-Anbaubesprechung: Über 200 Bio-Bauern liefern bereits an Sonnentor
SPRÖGNITZ. Sie hat bereits Tradition, die Kräuter-Anbaubesprechung bei Sonnentor. Auch heuer folgten wieder über hundert interessierte Bio-Bauern Anfang März der Einladung nach Sprögnitz. Neben vielen bereits bekannten Partnern konnten auch neue Gesichter in der Sonnentor Familie begrüßt werden. Insgesamt liefern über 200 Bio-Bauern ihre Schätze an den Bio-Pionier aus dem Waldviertel, das entspricht einer Anbaufläche von über 1000 Hektar.

„Der Wissensaustausch im Rahmen der Anbaubesprechung hilft uns, frühzeitig die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Erntejahr 2017 zu sichern. Gleichzeitig können wir persönliche und direkte Partnerschaften mit unseren Bio-Bauern pflegen. Nur so kann unsere Zusammenarbeit auf Augenhöhe langfristig gut funktionieren“, betont Sonnentor Gründer Johannes Gutmann.
Fenchel im Fokus
Im Gastronomiebereich steigt die Nachfrage nach Bio-Druschgewürzen stetig, daher setzt das Waldviertler Unternehmen in Zukunft vermehrt auf den Anbau dieser wertvollen Rohstoffe. Zudem wird es eigens angelegte Versuchsflächen geben. Im Marchfeld sollen etwa mit einem Direktsaatverfahren Thymian, Majoran, Johanniskraut und Korianderkraut angebaut werden. In Oberösterreich setzt man insbesondere auf Pfefferminze, Zitronenmelisse und Malve.
Franz Kuderer und Elfriede Stopper stehen den Bauern mit Rat und Tat zur Seite. Durch den engen Kontakt können Fragen zum Anbau und der Feldpflege gut beantwortet werden.
Ein besonderes Augenmerk widmete man bei der Besprechung dem Fenchel. Der Anbau der krautigen Pflanze bringt zwar spezifische Herausforderungen mit sich, lohnt sich aber. Denn neben der wohltuenden Wirkung hat Fenchel auch einen ökologischen Mehrwert: Die Anbauflächen sind ideales Biotop für Schmetterlinge und Schwebfliegen.
Weiterbildungen
Um den engen Kontakt auch nach der Anbauversammlung fortzusetzen, stehen weitere gemeinsame Aktivitäten wie Feldbegehungen oder ein gemeinsamer Feldtag im August am Programm. Um dem Wissensaustausch keine Grenzen zu setzen, ist unter dem Titel „Über den Tellerrand schauen“ auch eine mehrtägige Kräuter- und Gewürzfachexkursion in Deutschland und der Schweiz geplant.


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